Tangermünde/Salzwedel (me) l "Das war ein super Sommer!", sagt Mandy Hodum, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Altmark. Es kamen wesentlich mehr Touristen in die Region als 2013. "Das Wetter war ideal für Kultur- und Aktivtouristen, gerade auch in der Altmark", erklärt Hodum.

Von Januar bis August haben in diesem Jahr 159000 Gäste die Altmark besucht. Die Steigerung von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist der Spitzenwert unter den fünf Tourismusregionen des Landes. Auch die Zahl der Übernachtungen stieg um 6,5 Prozent auf knapp 410000, berichtet die Geschäftsführerin. "Wir steuern damit auf einen Rekord im Jahresvergleich zu", ergänzt Hodum. Mit 2,6 Tagen Verweildauer liegt die Altmark nach dem Harz im Land an zweiter Stelle.

Die Ursachen für den Besucheranstieg seien noch nicht abschließend analysiert. Ein Grund für die Steigerung zum Vorjahr liege aber auf der Hand. Hodum: "Die Flut hatte besonders in den elbnahen Gebieten für Ebbe bei den Tourismusbetrieben gesorgt." Viele Gäste, die ihren Altmark-Urlaub 2013 storniert hatten, holten die Reise in diesem Jahr offensichtlich nach. Damit sei wahrscheinlich der starke Anstieg von 20 Prozent bei Übernachtungen und 15,4 Prozent bei Ankünften im Monatsvergleich August 2013 zu August 2014 zu erklären.

Geholfen habe sicher auch die Werbekampagne "Sachsen-Anhalt ist eine Reise wert - jetzt erst recht", die der Tourismusverband Altmark gemeinsam mit der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG) nach dem Hochwasser auf den Weg gebracht hat. "Nicht zuletzt trug das Engagement der Touristiker vor Ort dazu bei, das Vertrauen der Gäste schnell wiederzugewinnen", betont die Verbandschefin.

2014 haben auch die "sehr guten Altmark-Werte" der ersten drei Quartale des Jahres 2012 getoppt. "Der Elberadweg hat sich einmal mehr als größte Tourismusader der Region erwiesen", so Hodum. Vermehrte Anfragen nach Rad- und Städtetourismusangeboten (Thema Hanse) stellten ebenfalls die Stärken der gesamten Altmark heraus. Auch das neue Interregio-Express-Angebot der Deutschen Bahn scheine sich auszuzahlen.