Das Projekt "music is everywhere" startete vor kurzem im Kinder-Eltern-Zentrum (KiEZ) Arendsee. Ziel ist es, Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zu verbinden.

Arendsee/Salzwedel l Laute Musik hallte aus dem Arendseer KiEZ. Denn dort fiel der Startschuss für das Projekt "music is everywhere", dessen Initiatoren sich zum Ziel gesetzt haben, Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zu verbinden. Nicht mit einfachen Worten, sondern mit Musik.

"In der Musik kommt es auf drei Dinge an: Melodie, Harmonie und Rhythmus. Mit dem Rhythmus fängt alles an", erläuterte Musikschullehrer Sebastian Socha. Beim Projekt "music is everywhere" leitet der Lehrer, der auf Blechblasinstrumente spezialisiert ist, die Workshops.

Angefangen mit einem Körper-Percussionskurs, der das Taktgefühl schulen soll, bis hin zu Melodien, die mittels Plastiktrinkbechern erzeugt werden. Am Ende des Workshops werden die Teilnehmer, die vorwiegend Besucher des Salzwedeler Mehrgenerationenhauses sind, mit einem Gitarrenworkshop vom Kreismusikschullehrer Dirk-Peter Hahn überrascht. "So kann sich auch jeder mal an einem professionellen Musikgerät ausprobieren", sagt Socha.

David Steinke, der alles in die Wege geleitet hat, damit dieses Projekt zustande kommt, erklärte: "Es ist wichtig, Verbindungen zwischen den Kulturen herzustellen. Das gelingt besonders gut über die Musik."

Die Teilnehmer sind überwiegend Kinder zwischen 6 und 17 Jahren mit Migrationshintergrund. "Aber es gibt keinerlei Sprachbarrieren", meinte Sebastian Socha. Die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiter Phillip Kasch und seine Freundin Celina Miehlke kümmern sich vor allem um die Freizeitangebote, die neben den Workshops laufen. Vom Wandern, Turnen über Filmabende ist vieles im Programm. Alexander Rekow, Leiter des Mehrgenerationenhauses, erklärte, das es wichtig sei, Akzeptanz für Menschen mit jeglicher Benachteiligung zu haben und ihnen eine Chance zu geben, auch ohne finanzielle Mittel das Spielen eines Musikinstrumentes zu erlernen. Das Projekt soll über zwei Jahren laufen. Jede Woche Donnerstag werden sich die Teilnehmer in der Kreismusikschule oder bei Aktion Musik in Salzwedel treffen und zusammen musizieren. Die Songs, die in der Zeit entstehen, werden von Michael Schulze, Leiter der Jugendkulturetage, mit einem mobilen Tonstudio aufgenommen. Am Ende wird jedem Mitglied ein Tonträger ausgehändigt, um die kreative Arbeit festzuhalten.

Für einige junge Teilnehmer war es das erste Mal, dass sie für mehrere Tage von ihren Eltern getrennt waren. Was dem Klima allerdings nie geschadet hat, erklärte Steinke. Das Finale und zugleich der Höhepunkt des Projektauftakts war die Fahrt auf der "Queen Arendsee", welches die Teilnehmer sehr genossen haben.