Salzwedel (me) l Die Kreisstraße nach Gerstedt ist die zweite große Baumaßnahme im Kreis, die erheblich teurer wird, als geplant. Die Mitglieder des Kreis-Finanzausschusses beschlossen am Dienstagabend eine überplanmäßige Auszahlung von 320000 Euro, wovon 237000 Euro über Fördergeld gedeckt werden. Der Eigenanteil des Kreises an dem Straßenbau erhöht sich um rund 80000 Euro. Ursprünglich waren rund 821000 Euro für die Arbeiten im Kreishaushalt vorgesehen.

Bereits nach der Ausschreibung ergab sich ein Mehrbedarf für die Baukosten und den Grunderwerb von 40500 Euro. Den größten Brocken macht jedoch die Wiederverwertung des alten Straßenbelags und des Unterbaus aus. Nach Proben vor Start der Baumaßnahmen, war beides in die Verwertungsklasse A eingestuft worden und hätte problemlos wieder verwertet werden können. Erneute Bohrungen ergaben, dass das Material belastet ist und mit einem anderen Verfahren untergemischt werden muss. Das verteuert das Ganze um 255000 Euro.

Ein Fakt der Finanzausschussmitglied Hans-Jürgen Ostermann gegen den Strich ging: "Dann hätten wir uns die ersten Bohrungen ja gleich sparen können", konstatierte er. Ausschussmitglied Norbert Hoiczyk nahm die Bauverantwortlichen in Schutz. Die Belastung habe sich erst während der Bauarbeiten herausgestellt und hätte eher auch nicht ermittelt werden können, erklärte er.