Das "local heroes"-Bundesfinale bietet nicht nur gute Musik. Der Konzertabend zeigt beispielhaft, wie gelebte Integration funktioniert. Denn ein Drittel des Helferteams stammt aus dem Christlichen Jugenddorf (CJD).

Salzwedel l 14 Bands haben am Sonnabend beim "local heroes"-Bundesfinale die Chance, dem großen Durchbruch ein Stück näher zu kommen. Doch die Förderung von jungen Musikern ist nur ein Aspekt, den sich die Macher des Wettbewerbes auf die Fahnen geschrieben haben. Denn hinter den Kulissen wird die Integration von beeinträchtigten Menschen gelebt.

"An dem Abend sind wir mit rund 30 Leuten im Einsatz. 10 davon sind Mitarbeiter aus dem Christlichen Jugenddorf", erklärt Michael Schulze. "Ohne diese Helfer wären wir aufgeschmissen", unterstreicht Schulze. Beispielsweise das Catering untersteht komplett der Regie der CJDler. Den Bereich managt seit Jahre Uwe Schäfer, der bei der "local heroes"-Mannschaft nur noch "Backstage Uwe" genannt wird. "Vor kurzem haben wir Uwe anlässlich seines 50. Geburtstag zum Ehrenmitglied von Aktion Musik ernannt, um seinen Einsatz auf diesem Weg zu würdigen", sagt Michael Schulze.

Neben Uwe Schäfer und seiner Catering-Crew gibt es noch einen zweiten Trupp. Dieser begleitet das "local heroes"-Konzert mit Kameras. Im Rahmen des Projektes "Tellerrandgeschichten", das von Aktion Musik mit initiiert wurde, dreht ein Team des CJD während der Veranstaltung Interviews und hält Eindrücke des Abends fest.

Auf die Dienste der Mitarbeiter des CJD kann sich die Mannschaft von Aktion Musik aber nicht nur beim großen "local heroes"-Bundesfinale verlassen. "Bei den monatlichen `Offenen Bühnen` im Hansa sind sie auch immer dabei und filmen die Konzerte für den Offenen Kanal", erklärt Michael Schulze und ergänzt: "Mit den Jahren ist jeder Helfer in seine Aufgabe reingewachsen und weiß genau, was er tun muss. Alle sind fester Teil des Teams und komplett integriert."