Salzwedel l Bei der Feuerwehr Salzwedel besteht für die nächsten Jahren erheblicher Investitionsbedarf. Den größten Posten dürfte dabei die schrittweise Sanierung der Gerätehäuser in den Dörfern bilden. Die unter anderem von Ortswehrleiter Wolfgang Nieswandt erstellte aktualisierte Brandschutzbedarfsplanung, veranschlagt allein für die für 2015 empfohlene Sanierung des Gerätehauses Gerstedt 100000 Euro. Weitere sollen folgen.

90000 Euro für Inspektion der Drehleiter

Notwendig wird die Sanierung, weil mehrere Gerätehäuser im Stadtgebiet noch nicht den DIN-Normen entsprechen, sagte Wolfgang Nieswandt im Gespräch mit der Volksstimme. "Einige Häuser sind so eng gebaut, dass die Kameraden derzeit nur mit angeklappten Seitenspiegeln ein- und ausfahren können."

Die vom Stadtrat zu beschließende Renovierung der Gerätehäuser ist allerdings nicht der einzige Kostenpunkt. Auch bei der technischen Ausrüstung gibt es Nachholbedarf. So steht bereits fest, dass die fast 20 Jahre alte Drehleiter im nächsten Jahr zur großen In- spektion muss, sagte Wolfgang Nieswandt. Diese werde etwa 90000 Euro kosten. Während der vier- bis fünfwöchigen Reparatur benötigt die Feuerwehr ein Ersatzfahrzeug. Für die Ausleihgebühr werden noch einmal rund 12000 Euro benötigt, erklärte der Wehrleiter.

Vier Wehren noch immer ohne Fahrzeug

Während die Drehleiter anschließend immerhin noch zehn Jahre in Gebrauch bleiben soll, ist der Rüstwagen der Salzwedeler Wehr ein Auslaufmodell. Da es für ihn kaum noch Ersatzteile gebe, werde die Wehr den Wagen nur noch so lange nutzen, wie er fahrbereit ist, erklärte Nieswandt. Auch eine Abgabe an eine Ortswehr sei denkbar. Die Aufgaben des Rüstwagens wie etwa das Ausleuchten von Unfallstellen sollen in Salzwedel danach andere Fahrzeuge mit zusätzlicher technischer Ausstattung übernehmen.

Eine bessere Ausrüstung benötigen in den nächsten Jahren dringend auch die Wehren in den Ortsteilen. Unter den 27 Feuerwehren im Stadtgebiet gebe es immer noch vier, die nur über einen Anhänger mit Tragkraftspritze ohne Fahrzeug verfügen, sagte Nieswandt. "Diese Wehren wollen wir in den nächsten Jahren motorisieren."

Die Brandschutzbedarfsplanung hat empfehlenden Charakter. Allerdings gehört der Brand- und Katastrophenschutz zu den Pflichtaufgaben von Kommunen. Auf die Stadt Salzwedel dürften damit in den nächsten Jahren erhebliche Belastungen zukommen, zumal die Stadt mit sinkenden Zuweisungen aus dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) rechnen muss.