Mit einer spektakulären Übung starteten die Cheiner Feuerwehrleute ihre Jahreshauptversammlung. Gemeinsam mit Aktiven aus Seeben schnitten sie ein umgekipptes Auto auseinander.

Cheine l Punkt 14 Uhr heulte am Sonnabend in Cheine die Sirene. Von da an wurde jeder Schritt der Aktiven dokumentiert. Bevor die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr begann, gab es eine Übung. Dazu rückten auch Einsatzkräfte aus Seeben an. Simuliert wurde das Retten eines Verletzten aus einem umgekippten Auto. Als Anlieger der Bundesstraße 71 müssen beide Wehren öfter zu Unfällen ausrücken, deshalb sei es wichtig, das Zusammenspiel und den Umgang mit der Technik, wie Schere und Spreizer immer wieder zu üben, sagte Herbert Amft, der die Übung und die Zeiten schriftlich dokumentiert und anschließend mit den Wehrleuten auswertete.

31 Aktive davon 13 Frauen und 18 Männer hat die Cheiner Wehr. Sechs Mitglieder gehören der Altersabteilung an und 14 Jungen und Mädchen sind in der Jugendwehr aktiv, berichtete anschließend Wehrleiter Fred Raddatz. "Der demografische Wandel geht auch an uns nicht vorbei", resümierte er. Deshalb gelte es, besonderes Augenmerk auf die Jugendarbeit zu legen. Froh und stolz sei er, dass so viele Frauen aktiv in der Wehr mitarbeiten. Positiv sei zudem, dass es ausreichend Atemschutzgeräteträger in den Reihen der Cheiner Wehrleute gebe. "Da sind wir gut aufgestellt", lobte er.

Für den Wettkampf in Kuhfelde sei es zum ersten Mal seit vielen Jahren nicht gelungen, eine Mannschaft aufzustellen. Dass sei schade, aber angesichts der Tatsache, dass viele der Aktiven auswärts und teilweise auch am Wochenende arbeiten, nicht zu ändern.

Es gab auch einige Kritikpunkte, die der Wehrchef ansprach. So hätten sich einige zu Lehrgängen angemeldet, diese aber nicht besucht und vorher nicht abgesagt. Die Teilnahme an der Ausbildung lasse zu wünschen übrig. Raddatz mahnte: "Da geht es uns wie vielen Wehren, daran müssen wir arbeiten."

2016 wollen die Cheiner das 110-jährige Bestehen ihrer Wehr feiern. Bis dahin soll das Gerätehaus saniert werden. Zur Vorbereitung der Feierlichkeiten wird eine Arbeitsgruppe gegründet, in der auch Leute aus dem Ort mitarbeiten sollen.

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