Die Gemeinde Diesdorf will sich mit dem Ort Diesdorf am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" beteiligen. Die Unterlagen müssen voraussichtlich Anfang 2016 eingereicht werden. Der Sozialausschuss will bereits jetzt mit der Vorarbeit beginnen.

Diesdorf l "Es ist durchaus möglich, beim Wettbewerb gut mitzuhalten. Jetzt muss es uns gelingen, das aufzuzeigen, was im Dorf schon gut ist, und Visionen zu entwickeln", sagte Ratsfrau Angelika Scholz während der Sitzung des Sozialausschusses am Mittwochabend im Rathaus. In diesem Jahr hatte der Rat eine Teilnahme abgelehnt, weil die Vorbereitungszeit zu kurz gewesen wäre.

Der Vorsitzende Ulf Knoblauch las vor, worauf die Juroren schauen: auf ein Entwicklungskonzept und wirtschaftliche Initiativen, das soziale und kulturelle Leben, die Raumgestaltung, die unter anderem die Denkmalpflege beinhaltet, und die Grüngestaltung. "Insgesamt kommt es auf das Gesamtbild des Ortes an", fasste er zusammen.

Angelika Scholz regte an, den Sozialausschuss mit berufenen Bürgern zu erweitern. Dies sollten Leute aus dem Dorf, aus Vereinen und dem Handwerk sein, die sich mit einbringen wollen beim Erarbeiten des Konzeptes.

Es müsse jetzt zusammengetragen werden, was Diesdorf alles zu bieten hätte. Da gebe es die Allee der Bäume des Jahres. Der Dorfplatz an der Stelle, an der einst Bormanns Gasthaus stand, solle mit einer Bank sowie einer Infotafel über Diesdorf und Umgebung gestaltet werden. "Vielleicht entsteht später auch noch ein Springbrunnen", blickte sie in die Zukunft.

Nachgedacht werden sollte darüber, ob die Gemeinde sich des Dr.-Vadder-Hauses annehme, um dieses attraktiv zu gestalten. Auch das ehemalige Volksstimme-Ferienobjekt nahe des Erlebnisbades könnte zu neuem Leben erweckt werden: als Jugendherberge mit Jugendklub, schilderte sie eine Idee. "Im benachbarten Museum gibt es dann im Winter Workshops im beheizbaren Püggenschen Haus, und die Nutzer können gleich nebenan übernachten", spann Angelika Scholz den Faden weiter.

Es gebe Großsteingräber, Wander- und Radwege, Vereine und Handwerker, nannte sie weitere Beispiele, mit denen man punkten könnte. Ein solcher Kandidat sei auch das Erlebnisbad. Ratsfrau Sylke Laschewski hofft, dass das Sanitärgebäude bald erneuert wird. "Allerdings müssen wir unsere eigenen Leute in die Hufe bringen, damit sie das Bad nutzen. Es war erschreckend, die Ausreden zu hören, warum die Einheimischen nicht gekommen sind", merkte sie an. "Das Bad muss noch attraktiver werden", meinte auch Angelika Scholz. Vielleicht könnte eine Minigolfanlage dafür sorgen, sprach sie eine Idee aus.

Kirche, Alte Darre und Seniorenresidenz würden auch ein gutes Ensemble bilden, nannte sie ein weiteres Beispiel, das vorzeigewürdig ist. Dies würde in Sachen Denkmalschutz sicher einige Punkte einbringen.

Vereinsvorsitzende werden eingeladen

"Der Sozialausschuss sollte die Vereinsvorsitzenden an einen Tisch holen, um gemeinsam über den Wettbewerb zu reden", regte Angelika Scholz an. Diesem Vorschlag stimmte auch Bürgermeister Fritz Kloß zu. Denn die Wettbewerbs-Jury wolle nachempfinden, dass die Vereine hinter ihrem Ort stünden. "Wir sollten zu Ende Januar einladen", schlug Ulf Knoblauch vor.

Zudem sollte bereits jetzt mit der Arbeit an einer Präsentation begonnen werden, sagte Fritz Kloß. Denn die Jury könnte nicht in jede Ecke geführt werden. "Mit solch einer Darstellung lässt sich gut ein Gesamteindruck vermitteln", meinte er und fügte hinzu, dass ein Diesdorfer bereits seine Bereitschaft erklärt habe, sich dort einzubringen.