Ein Ereignis ist jährlich die Verleihung des Wirtschaftspreises Altmark. Auch diesmal passte der stimmungsvolle Rahmen.

Salzwedel l "Die Altmark - wirtschaftlich stark": Unter diesem Motto stand der Wirtschaftspreis 2014, der von den Landräten und den Vorstandsvorsitzenden der beiden altmärkischen Sparkassen ausgelobt worden war. 26 Unternehmen hatten sich daran beteiligt, 14 davon aus dem Altmarkkreis Salzwedel.

"Die Richtung von Unternehmen hat in der Regel nur ein Ziel: die Zukunft. Die Altmark bietet diese Zukunft." Mit diesem klaren Statement für die Region machte Ulrich Böther, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Altmark West, deutlich, wie wichtig die Förderung des Mittelstandes, aber auch der Existenzgründer sei. "Beides liegt uns am Herzen." Kritisch merkte er an, dass eine der größten Herausforderungen die Bekämpfung der Bürokratie sei. Jede Form der Freiheit stelle in Deutschland und Europa offenbar eine Regulierungslücke dar.

Landrat Michael Ziche freute sich, dass es der regionalen Wirtschaft wieder besser gehe. "Die Zahlen stimmen optimistisch, sind aber noch nicht zufriedenstellend." Deshalb müssten die Rahmenbedingungen weiter verbessert und ausgebaut werden. Das "Erfolgsmodell Wirtschaftspreis" sei als ein Beitrag zur Stärkung der Wirtschaftsregion Altmark zu sehen.

Für Staatsekretärin Tamara Zieschang (CDU) ist der Mittelstand nicht nur der größte Arbeitgeber, sondern auch der größte Ausbilder. Den Wirtschaftspreis bezeichnete sie als einen "Mutmacher, den Weg weiter zu gehen".

Für die Festrede war Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des "Stern", angereist. Seine Forderung nach dem Weiterbau der Autobahn von Magdeburg in die Altmark, weil sie für die Wirtschaft dringend notwendig ist, wurde im Kulturhaus heftig beklatscht. Der Mittelstand ist für Jörges "das Herz der deutschen Wirtschaft, die dadurch viel besser als andere Länder aufgestellt ist". Zudem genieße der Mittelstand ein "überwältigendes Vertrauen bei den Menschen, weil es ihm nicht um Rendite, sondern um Nachhaltigkeit geht". Damit dies so bleibt, seien beispielsweise schnelle Internetverbindungen unerlässlich. Zum Schluss seiner knapp 35 Minuten dauernden Rede machte der Journalist den anwesenden Unternehmern Mut: "Sie müssen sich nicht vor anderen fürchten, andere auf der Welt fürchten Sie."