Die Ferienwerkstätten werden gut angenommen, die normalen Werkstatt-Wochenenden dagegen nicht. Die Mitglieder des Fördervereins Langobardenwerkstatt Zethlingen dachten über Änderungen nach.

Zethlingen l 4659 Besucher fanden in diesem Jahr den Weg auf den Zethlinger Mühlenberg. Vor fünf Jahren sind es 4908 Gäste gewesen. Diese Zahlen nannte Eckart Frey, 1. Vorsitzender des Fördervereins Langobardenwerkstatt, am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung im Erlebnishaus Zethlingen.

Von Mai bis Oktober dieses Jahres seien 139 Gruppen mit der germanischen Lebensweise der Vorfahren bekannt gemacht worden. "Damit leisten wir einen kleinen Beitrag, dass sich die Besucher mit der Geschichte und der Heimat identifizieren", meinte er stolz. Besonders gut würden die Ferienwerkstätten angenommen. "Pro Ferientag haben wir durchschnittlich 252 Gäste betreut. Das ist schon eine Zahl, bei der wir als Förderverein an unsere Grenzen stoßen", machte Eckart Frey deutlich.

Schmiedehäuschen erneuert

Dageben würden die Werkstatt-Wochenenden nicht mehr so viele Neugierige wie noch vor Jahren anlocken. An den insgesamt vier Tagen seien lediglich 249 Besucher gezählt worden. Deshalb werde es im nächsten Jahr nur zwei einzelne Werkstatt-Tage geben.

In der Langobardenwerkstatt sei in diesem Jahr einiges geschaffen worden, auch mit Unterstützung des Fördervereins, berichtete der Vorsitzende. Die Bogenschussanlage sei umgebaut, das Schmiedehäuschen ebenso wie Palisaden und Bänke erneuert, Putzschäden beseitigt und Moos von Dächern entfernt worden, listete er auf. Eine wichtige Aufgabe sei auch der Umbau des Eingangshauses gewesen. Positiv habe sich die Beschäftigung über die Bürgerarbeit ausgewirkt, die leider auslaufe. Eckart Frey und Schatzmeister Lothar Mittag dankten Birgit und Hartmut Thiemann aus Zethlingen für ihr Engagement mit einem Präsentkorb. Zum 31. November würden sie leider ihren Dienst beenden müssen. "Wir hoffen aber, dass wir weiter miteinander verbunden bleiben. Wir hatten das Gefühl, dass Ihr zum Inventar ge- hört, Initiativen entwickelt und selbst etwas macht", lobte der Vorsitzende das Ehepaar.

Der Förderverein habe derzeit 61 Mitglieder, berichtete Lothar Mittag. Die Anwesenden stimmten dafür, dass Bernd Otto (Cheinitz), Eva-Maria Mittag (Vissum) und Martin Dreher (Biederitz) neu aufgenommen werden. Ernst Lübke, der ehemalige Bürgermeister von Zethlingen, wurde aufgrund seines Engagements für die Langobardenwerkstatt zum Ehrenmitglied ernannt.

Eckart Frey lobte die Zusammenarbeit mit den Museen des Kreises, die "sehr viel Spaß macht". Friedhelm Heinecke, Leiter der Kreismuseen, gab den Dank zurück. Der Förderverein sei ein "Vorzeigeverein im Landkreis", der mit sehr viel Engagement vieles schaffe. Im Museumsbereich sei es wichtig, sich gegenseitig zu helfen, fügte er hinzu. So habe Manfred Heiser, der eigentlich im Diesdorfer Freilichtmuseum tätig sei, die Dächer vom Moos befreit. Lothar Mittag, der für die "Langbärte" den Hut auf hat, gestalte seinerseits die archäologische Ausstellung in Diesdorf neu. "Das läuft mit allen Mitarbeitern prima", merkte Friedhelm Heinecke an.

Dass es Nachholbedarf in Sachen Hinweisschilder gebe, sei beim Kreis angekommen. Dieser bemühe sich in Absprache mit den Baulastträgern darum, dass die Besucher sich künftig besser orientieren können und die Langobardenwerkstatt auf dem Mühlenberg in Zethlingen auch finden.