Nach elfwöchiger Bauzeit haben Salzwedels Landrat Michael Ziche und Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth gestern die Plather Straße in Brunau für den Verkehr freigegeben. Die grundhafte Sanierung kostet insgesamt rund 320000 Euro.

Brunau l Die Plather Straße (K1089) in Brunau ist wieder für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Gemeinsam mit der ältesten Anwohnerin, Hildegard Reinecke (85), durchtrennte Landrat Michael Ziche gestern Vormittag exakt um 11.47 Uhr das Band. "Elf Wochen mussten die Anwohner die Bauarbeiten ertragen. Doch es hat sich gelohnt. Wir können heute eine Kreisstraße übergeben, die rundherum ertüchtigt ist und die die nächsten Jahre die Lebensqualität der Brunauer steigern wird", sagte Ziche in seiner kurzen Rede.

Die Stadt Kalbe und der Altmarkkreis Salzwedel hatten die Baumaßnahme im Juni öffentlich ausgeschrieben, da das Kopfsteinpflaster marode und die Oberflächenentwässerung kaum noch gewährleistet waren. Doch die Arbeiten gestalteten sich schwieriger als zunächst angenommen. "Beim Verlegen der Rohre für die Oberflächenentwässerung waren etliche Hausanschlussleitungen im Wege. Diese mussten erst verlegt werden, was zu Verzögerungen führte", erklärte Birgit Eurich, Sprecherin der Kreisverwaltung.

Baugrund schlechter als angenommen

Auch der Baugrund sei schlechter gewesen als zunächst angenommen Erst durch die Verfestigung der Tragschicht mit Zement habe man die geforderte Tragfähigkeit erreichen können, sagte die Kreissprecherin.

Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth dankte dem Landkreis für die gute Zusammenarbeit. "Die Plather Straße stand kurz vor dem Kollaps. Sie war wahrscheinlich die schlechteste Straße in der Einheitsgemeinde", so Ruth. Auch Frank Wilke, Geschäftsführer der ausführenden Baufirma Astka aus Altmersleben, zeigte sich zufrieden. Es sei ein gutes Zeichen für die Wirtschaft in der Altmark, wenn heimische Firmen für derartige Bauprojekte herangezogen würden.

Nach den Arbeiten in Klein Engersen, Kalbe und Wernstedt ist mit der Plather Straße das vierte große Straßenbauprojekt des Jahres in der Einheitsgemeinde Kalbe beendet worden. Darauf stießen alle Anwesenden mit Sekt an. Ingrid Tiedge hatte zur offiziellen Freigabe auch das Plakat vom Straßenfest am 9. November mitgebracht, damit sich die Anwesenden darauf mit einer Unterschrift verewigen konnten.

Die Gesamtkosten für die Sanierung der Plather Straße belaufen sich 321812 Euro. Davon trägt der Kreis 264956 Euro, die aus Eigenmitteln finanziert werden. Laut Pressemittelung der Kreisverwaltung belaufen sich die Kosten für die Stadt Kalbe voraussichtlich auf 56856 Euro, wovon rund 30000 Euro aus Fördermitteln zur Dorferneuerung stammen.

Anfang des kommenden Jahres werden als letzter Schritt die Markierungen aufgebracht.