Ein neues Sozialgebäude soll im Erlebnisbad Diesdorf entstehen. Die Mitglieder des Bauausschusses beschäftigten sich am Mittwochabend mit den Entwürfen.

Diesdorf l "Vor zwei Jahren haben wir angefangen, über das Bad zu sprechen, weil es dort bauliche Probleme gibt. Jetzt haben wir einen Planer gebeten, Varianten zu machen, die einigermaßen bezahlbar sind", sagte der Bauausschuss-Vorsitzende Daniel Rieck während der Sitzung am Mittwoch im Diesdorfer Rathaus.

Bürgermeister Fritz Kloß ergänzte, dass ein geteiltes Gebäude geschaffen werden solle, in dem alles unterzubringen sei, was benötigt werde. Umkleideräume, Duschen, Sanitärräume, Kiosk, Bademeisterraum und Kasse, listete er den Bedarf auf. Aus diesen Vorgaben seien drei Varianten zu Papier gebracht worden.

"Der Haupteingang soll nicht mehr seitlich, sondern direkt von vorn erfolgen. Der Neubau soll so angeordnet sein, dass die Besucher von den Parkplätzen aus direkt auf die Badelandschaft blicken können", führte Fritz Kloß aus. Das zweigeteilte Gebäude solle durch einen überdachten Gang verbunden werden, das diese Sicht ermögliche.

Während die ersten beiden Varianten die beiden Gebäudeteile auf einer Linie vorsehen, sind sie beim dritten Vorschlag winklig angeordnet. "Das sieht richtig klasse aus", waren sich die Bauausschussmitglieder einig. Diese versetzte Anordnung biete mehr Platz im Eingangsbereich, so dass mit dem Kiosk auch etwas mehr "gespielt" werden könne, hieß es. Der Bürgermeister könnte sich gut vorstellen, dass über eine Außenterrasse außerhalb des Badgeländes auch Besucher des Freilichtmuseums versorgt werden könnten.

Das Bauvorhaben, so die derzeitigen Schätzungen, werde wohl um die 600000 Euro kosten, informierte Fritz Kloß. Gebaut werden könne erst, wenn es grünes Licht für eine Förderung gebe. "Wir haben beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Altmark einen Antrag gestellt. Wenn wir Glück haben, könnte es im nächsten Jahr einen Zuschuss über eine Art Dorferneuerungsprogramm geben. Wenn nicht, müssen wir warten, bis die nächste Phase in der Förderung über das Leader-Programm beginnt", erklärte er. Allein könne die Gemeinde das Bauvorhaben nicht finanziere.

Dachform angepasst an Museumslandschaft

Ziel sei es, das Bad attraktiver zu machen, um mehr Gäste anzulocken, sagte Fritz Kloß. "Uns ist es auch wichtig, dass sich das Dach des neuen Sozialgebäudes der benachbarten Museumslandschaft anpasst. Deshalb wird es nicht flach sein", machte er auf eine weitere Überlegung aufmerksam.

Die Bauausschussmitglieder wünschten sich, dass auch der Schwimmmeister Lutz Helmholz mit in die Planung der Räume im Inneren einbezogen wird. Denn dieser wisse aus Erfahrung, wie die Raumaufteilung am besten sei.

Im Zuge des Neubaus sollen die alten Gebäude auf dem Gelände abgerissen werden, fügte er hinzu.