Salzwedel (me) l Der Kreis hat vorsorglich eine Million Euro für "eine eventuelle Einführung" der Biotonne in den Haushalt für 2015 eingestellt. Darüber informierte die für Abfallwirtschaft zuständige Amtsleiterin Katrin Pfannenschmidt am Donnerstagabend den Ordnungs- und Umweltausschuss des Kreistages. "Die Lage hinsichtlich der rechtlichen Auslegung hat sich verschärft", erklärte sie.

"Das schaffen wir natürlich nicht mehr"

Katrin Pfannenschmidt

Das Bundesumweltministerium habe dem Land mitgeteilt, dass die Trennung von organischem vom Hausmüll zum 1. Januar 2015 flächendeckend einzuführen ist. "Das schaffen wir natürlich nicht mehr", sagte Pfannenschmidt.

Ursprünglich war mit dem zuständigen Landesministerium ausgehandelt worden, dass der Kreis mehr Zeit erhält, um auf Grundlage von Gutachten zu entscheiden, wie mit dem Bio-Müll verfahren wird, dabei sollte auch geprüft werden, wie die Mechanisch-Biologische Aufbereitungsanlage in Lindenberg in das Abfallbeseitigungskonzept des Kreises einbezogen werden. Eine Hausmüllanalyse liegt bereits vor. Sie hat ergeben, dass durchschnittlich 42 Prozent organische Abfälle im Hausmüll sind.

Weitere Punkte, die noch zu klären sind: ob in ländlichen Gebieten weiter eine Eigenkompostierung möglich sein soll und wie mit dem biologischen Abfall verfahren werden kann. Ausschuss-Mitglied Ute Feisel regte an, ihn für die Biogasgewinnung zu nutzen. Das alles solle Inhalt des neuen Abfallwirtschaftskonzeptes sein, das 2015 erarbeitet wird.