Der Altmarkkreis Salzwedel hat mit seiner diesjährigen Festveranstaltung zum Tag des Ehrenamtes Menschen geehrt, die sich für Senioren engagieren. Verdienstvolle Frauen und Männer erhielten die Ehrengabe des Landrates.

Salzwedel l Meist engagieren sich Menschen, die eigentlich wenig Zeit haben. Und Senioren, so fügte Landrat Michael Ziche augenzwinkernd hinzu, haben grundsätzlich keine Zeit. Unter anderem auch, weil sie sich ehrenamtlich für andere engagieren. Für 75 Männer und Frauen, die ihre Zeit für andere opfern, rollte der Altmarkkreis am Sonnabend stellvertretend für alle anderen und im übertragenen Sinne den roten Teppich aus und lud sie zu einer Festveranstaltung in die Kreisverwaltung ein. Fünf von ihnen zeichnete Landrat Michael Ziche mit der Ehrengabe aus, bestehend aus dem Buch "Warum wir kamen, warum wir blieben" und der Ehrenamtskarte, die zum kostenlosen Besuch der Museen des Kreises und der Veranstaltungen des Altmärkischen Musikfestes berechtigt. Ziche hob angesichts des demografischen Wandels die Bedeutung der Seniorenarbeit hervor. "Wir brauchen ihre Erfahrungen und ihr Engagement", betonte der Landrat. Und dafür seien verlässliche Rahmenbedingungen und Strukturen erforderlich.

Dass der Altmarkkreis mit einem Kreisseniorenrat, der dem Kreistag angegliedert ist, diese Strukturen bereits geschaffen habe, machte Dieter Herold von der Landesseniorenvertretung deutlich. Der Status der Anerkennung und der Wahrnehmung des Kreisseniorenbeirates sei beispielgebend für andere Landkreise. Und manch ein Vorsitzender anderer Seniorenvertretungen habe etwa den früheren Vorsitzenden Günter Haase darum beneidet.

Ehrenamt bedeute nicht nur Freude und Gemeinschaft, sondern sei auch eine Herausforderung und zeige die Einstellung zum Leben und zur Gemeinschaft, sagte Ziche. Engagement in der Seniorenarbeit sei angesichts des demografischen Wandels eine Investition in die Zukunft.

Für den musikalischen Rahmen der Feierstunde sorgten Schüler der Kreismusikschule des Altmarkkreises mit ihrer Lehrerin Miriam Büttner-Mühlenberg. Frauke Schwesig erheiterte die Gäste mit einem Auszug aus dem Buch "Drachen haben Mundgeruch", in dem nicht nur eine phantastische Geschichte, sondern auch das Aufeinanderzugehen der Generationen beschrieben wird.