Die Mitarbeiterinnen des Salzwedeler Standesamtes hatten in diesem Jahr gut zu tun: Bis gestern stellten sie 413 Geburtsurkunden aus. Das sind schon acht mehr als im gesamten Vorjahr. Und es werden sicher noch mehr.

Salzwedel l In Salzwedel werden wieder mehr Kinder geboren. Bis gestern erblickten 228 Jungen und 185 Mädchen in der Hansestadt in diesem Jahr das Licht der Welt. Das geht aus der Statistik des örtlichen Standesamtes hervor.

Großteil der Mütter stammt nicht aus Salzwedel

Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden von den Standesbeamtinnen insgesamt 405 Geburtsurkunden an die frischgebackenen Eltern ausgesteilt. Im Jahr 2012 waren es 375. Doch positive Auswirkungen auf die Bevölkerungszahl Salzwedels hat der vermeintliche Baby-Boom wohl nicht. Denn die Geburtsurkunde für ein neugeborenes Kind muss im jeweiligen Geburtsort ausgestellt werden. Dabei spielt es keine Rolle, wo das Kind tatsächlich leben und aufwachsen wird.

Ihren Wohnsitz in Salzwedel haben 49 Mütter der Kinder, die in diesem Jahr in der Stadt geboren worden sind. Der Großteil der Mütter lebt allerdings nicht in der Baumkuchenstadt, wie Simone Kuropka vom Standesamt mitteilt. Denn 364 kamen von Außerhalb zur Entbindung nach Salzwedel, etwa aus Lüchow-Dannenberg. Im vergangenen Jahr fiel dieser Unterschied nicht so stark auf. Damals waren es 170 "Salzwedeler" Babys und über 230 aus der Umgebung, wie Simone Kuropka sagt. Eine abschließende Aussage über die diesjährige Verteilung sei zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht möglich, da einige Geburtsurkunden noch nicht bearbeitet werden konnten. Der Grund sind etwa fehlende Unterlagen, berichtet die Standesbeamtin.

Jungen haben derzeit einen deutlichen Vorsprung

Ein beliebter Ort für Entbindungen ist das Altmark-Klinikum Salzwedel. Bis gestern wurden dort 415 Geburten gezählt. Damit wurden bislang 27 Babys mehr zur Welt gebracht als im vergangenen Jahr. Auffällig ist, dass seit 2010 deutlich mehr Jungen als Mädchen in Salzwedel geboren worden sind. Von den 2015 Babys, die in den vergangenen fünf Jahren hier das Licht der Welt erblickten, waren 1065 männlichen Geschlechts. In der gleichen Zeit wurden 950 Mädchen entbunden. Besonders groß könnte die Differenz zwischen den Geschlechtern in diesem Jahr ausfallen: Bis gestern lagen die Jungen mit einem Plus von 43 Geburten noch deutlich vorn. Vor zwei Jahren betrug der Vorsprung nur drei Geburten. Noch 2009 führten die Mädchen die Geburten-Statistik an.

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