Der Weihnachtsmarkt im historischen Ambiente des Freilichtmuseums Diesdorf ist etwas ganz Besonderes. Am Wochenende zog er tausende Besucher an.

Diesdorf l "Die ganze Aufmachung und die Atmosphäre sind toll. Wir lieben alte Sachen. Deshalb kommen wir öfter ins Freilichtmuseum", erzählt Karl Heinz Waldera aus Voitze. "Ich finde es richtig gut, dass die Kinder auch etwas selbst machen können", lobt Dana Trebbin, die aus Gardelegen stammt und heute in Ziepel bei Möckern zu Hause ist. Sie beobachtet ihren Sohn Nils (8) in der Holzwerkstatt dabei, wie er aus einem Sperrholzstück einen Stern aussägt. Das sei eine schöne Erinnerung.

Der Musiker Gerald "Schere" Eggert aus Dähre lädt die Besucher ein, mutig zu sein und ein Lied anzustimmen. Katharina Gille aus Klötze nutzt die Chance und singt "Süßer die Glocken". "Ich singe gern, mag vor allem die alten Weihnachtslieder", sagt sie nach dem Solo.

Im Winkelstedter Hallenhaus wird derweil Gerste geröstet. Nach dem Mahlen der Körner werden diese mit heißem Wasser aufgebrüht: Fertig ist der Muckefuck. "Wir haben uns auf diese Kostprobe schon richtig gefreut", gesteht Anika Cassau aus Neuendorf bei Klötze, die mit Patrick Berger zu den Stammgästen des besonderen Weihnachtsmarktes gehört. Dieser "Blümchenkaffee", wie er auch genannt wird, sei ein Kulturgut. Wolfgang Heuser aus Lindhof fühlt sich durch den Geschmack an die Kindheit erinnert.

Plötzlich ertönt die Glocke: Weihnachtsmann Ulli Schulz aus Wallstawe rollt mit der Pferdekutsche vor. Er hat Geschenke mitgebracht, die Diesdorfer Geschäftsleute sowie Banken spendiert haben.

Beim Bummeln sind Stände und der Nostalgieflieger zu entdecken. Es gibt Kultur, altes Handwerk, Märchen, Bastelangebote. Und auch an der Lichterpracht können sich die Gäste kaum satt sehen. Als Erinnerung nehmen sie eine Weihnachtskarte mit dem Hinweis auf Veranstaltungen im nächsten Jahr mit nach Hause, deren Druck Sponsoren möglich machten. Und sie haben einen kleine Bitte fürs nächste Jahr: Plätzchenbacken zwischen 13 und 14 Uhr sei nicht die günstigste Zeit für Kinder, hieß es.

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