Die Halbzeit der Jeetzer Aktion "Begehbarer Adventskalender" ist eingeläutet. Am Sonnabend unterhielt der Förderverein der örtlichen Kita die zahlreichen Besucher vor dem Feuerwehr-Gerätehaus mit einem etwas anderen Krippenspiel.

Jeetze l Der Andrang war groß, als am Sonnabend die Kinder der Jeetzer Kita Knirpsenland mit ihren Laternen auf dem Dorfplatz eintrudelten. Kurz zuvor hatten sie ihre Weihnachtsfeier beendet inklusive Märchenaufführung und Besuch des Weihnachtsmannes. Mit einem Umzug durch das Dorf lockten sie die Einwohner vor das Feuerwehr-Gerätehaus, wo schon eine große, rote 13 an der Tür prangte. Der Förderverein der Kita hatte sich im Rahmen der Aktion "Begehbarer Adventskalender" eine besondere Überraschung einfallen lassen.

Die Mitglieder führten die Weihnachtsgeschichte in moderner Fassung auf. In Form von Fernsehnachrichten, die über einen Beamer auf eine weiße Wand projiziert wurden, verkündete die Nachrichtensprecherin, die von Kita-Leiterin Sigrun Mösenthin verkörpert wurde, dass wegen einer Datenpanne nun eine neue Volkszählung vorgenommen werden müsse und sich dazu alle Menschen in ihrer Geburtsstadt melden sollen.

Die hochschwangere Maria und ihr Mann Josef alias Carola Hübner und Niklas Schulz fanden auf dem Weg dorthin eine Notunterkunft. Das Kind sogenannte Wunderkind kam über Nacht zur Welt. Die Nachricht wurde durch einen hellen Stern, eine Silvesterrakete, und mit Hilfe der Engel, verkörpert von den Frauen des Kirchenchores Ichthys, verbreitet. Könige und Hirten suchten das Kind auf und brachten Geschenke.

Eine gelungene und witzige Version eines Krippenspiels unter Federführung des Vorsitzenden Alexander Prinz, das mit großem Applaus von den Zuschauern bedacht wurde. Auch der zwischenzeitlich einsetzende Regen tat der Stimmung keinen Abbruch. Während der Förderverein mit Hilfe der Ortsfeuerwehr fleißig Bratwurst und Glühwein verkaufte, konnten sich die Gäste an den aufgestellten Feuerschalen wärmen.

Der begehbare Adventskalender wurde vor zwei Jahren von der Kita ins Leben gerufen. Jeden Abend um 18 Uhr erleuchtet ein Fenster in Siepe oder Jeetze, vor dem sich die Einwohner treffen, um mit einem kleinen Programm des Gastgebers auf die Weihnachtszeit eingestimmt zu werden (Reihenfolge siehe Infokasten). Bislang wurde die Aktion von der Kita betreut, die die Ziffern an die Teilnehmer vergibt und zum Auftakt traditionell das erste Fenster öffnet. Leiterin Sigrun Mösenthin hofft aber, dass sich der Kalender künftig zu einem Selbstläufer entwickelt und die Einwohner die Reihenfolge der Fenster untereinander selbst bestimmen.

Das letzte Fenster erleuchtet übrigens am 24. Dezember in der Jeetzer Kirche. Dann allerdings nicht wie gewohnt um 18 Uhr, sondern bereits um 16.30 Uhr.