Salzwedel l Offiziell hat der Wahlkampf in Salzwedel noch gar nicht begonnen. Denn erst vergangenen Mittwoch ist die Stelle ausgeschrieben worden, seit Donnerstag besteht die Möglichkeit, sich um das höchste Amt der Hanse- und Baumkuchenstadt zu bewerben. Bislang haben vier Kandidaten öffentlich erklärt, dies auch tun zu wollen. Sabine Blümel (Salzwedel Land), Amtsinhaberin Sabine Danicke (parteilos), Peter Fernitz (CDU) und Kathrin Pfannenschmidt (parteilos, für SPD).

Bereits im August hatte die Volksstimme diese Konstellation ins Spiel gebracht, die Kandidaten als Spielkarten ins Bild gesetzt und getitelt: "Damenwahl mit schwarzem Peter". Nun hat der "Schwarze Peter" sozusagen zurückgeschlagen, denn diese "Steilvorlage der Volksstimme musste ich nutzen", erzählt Fernitz am Sonnabend grinsend. Von sechs Plakatwänden im Stadtgebiet soll von heute an das rußgeschwärzte Konterfei die Salzwedeler grüßen und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen. "Auf dem Plakat lächele ich als schwarzer Peter die Leute an und sie lächeln zurück". Das passt gut zusammen", meint er. Kurz nach Silvester kommen die Plakate allerdings wieder weg.

Sicherlich, es sei kein Spaß gewesen, das Projekt zu finanzieren. "Billig ist das nicht." Doch Fernitz war das die Sache wert. Dazu ist er extra in die Kluft eines Schornsteinfergers geschlüpft. "Sogar der Ruß war echt", erzählt Fernitz, der sichtlich Freude an der Geschichte hat. Naja, rote Wangen hätten zum schwarzen Peter auch nicht wirklich gepasst.