Salzwedel l Mit einem siebensekündigen Videoclip haben die beiden Rettungsassistenten Alexander Schmidt und Tim Krause einen echten Klick-Hit im sozialen Netzwerk Facebook gelandet. Der Clip, den die beiden Mitte Dezember hochgeladen haben, wurde mittlerweile von knapp 190.000 Menschen gesehen.

Das Video haben die Rettungskräfte mit der neuen Applikation "dubsmash" erstellt. Dort können Facebook-Nutzer Filmzitate oder kurze Liedsequenzen auswählen. Mit dem Handy wird dann ein neues Video auf die Original-Audio- spur aufgenommen. Alexander Schmidt und Tim Krause pickten sich ein Zitat aus "Rambo 3" heraus - "Das ist blaues Licht. Und was macht es? Es leuchtet blau. Verstehe."

"Auf die Idee zu dem Clip sind wir spontan gekommen, als wir in der Rettungswache saßen und gerade keinen Einsatz hatten", erinnert sich Alexander Schmidt. "Ich habe Tim gefragt, ob er die neue App kenne und ihm ein paar Beispiele gezeigt. Und da `Blaues Licht` gut zu uns passt, haben wir dazu ein Video gemacht", erklärt Schmidt. Bereits beim zweiten Versuch war der Clip im Kasten und auf Facebook gepostet. "Am Abend waren auf dem Video schon 1000 `gefällt mir`-Angaben. Das wollte gar nicht mehr aufhören", sagt Alexander Schmidt. "Mich hat sogar ein ehemaliger Kollege aus Leipzig angerufen, der das Video gesehen hat", zeigt Tim Krause auf, welche Kreise der Clip gezogen hat.

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Auch wenn die Rettungsassistenten mit ihrem kleinen Werk vielen Internetnutzern eine kleine Freude bereitet haben, ging es ihnen in erster Linie um den eigenen Spaß mit den Kollegen, die beim Filmen geholfen und Tränen gelacht haben. "Wir sehen täglich schlimme Dinge. Umso wichtiger ist, dass man auch einmal auf diesem Weg Spaß bei der Arbeit hat, auch wenn wir alle Freude daran haben, Menschen zu helfen", erklärt Tim Krause. "Normalerweise geht es den Menschen schlecht, wenn wir bei ihnen sind. Mit dem Video konnten wir den Leuten mal ein Lächeln bereiten", sagt Krause weiter.

Dass den beiden Rettungskräften noch einmal solch ein Facebook-Hit gelingt, bezweifeln sie. "Das ist auch gar nicht unser Ziel", erläutert Tim Krause. "In diesem Fall waren wir einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort", schätzt Alexander Schmidt ein.