Es war eine Neujahrsüberraschung, auf die die Mitglieder der Fanfarengarde Salzwedel 1947 gerne verzichtet hätten. Unbekannte waren in Räume des Vereins eingebrochen.

Salzwedel l Seit dem 1. Mai 1947 besteht die Fanfarengarde Salzwedel. Zahlreiche Auftritte sind seitdem bewältigt worden und haben zum guten Ruf des Vereins beigetragen. Der Neujahrstag 2015 wird allerdings keinen positiven Platz in der Geschichte einnehmen, denn da wurde der Verein von der Polizei informiert, dass unbekannte Täter in die Räume der Fanfarengarde in der Baracke am Böddenstedter Weg 12a eingebrochen waren.

Räume durchwühlt und Inventar beschädigt

Aber nicht nur dort. Auch an den Türen der Kraftsportler, des Angelvereins und der Eintracht Salzwedel machten sich die Täter zu schaffen. "Die Räumlichkeiten mehrerer Vereine wurden durchwühlt und teilweise Inventar beschädigt", berichtete die Polizei.

Eingestiegen in das Gebäude sind die ungebetenen Besucher durch ein Fenster, das von den Dieben eingeschlagen worden war und zu einem Raum der Fanfarengarde führte. "Wir haben das eingeschlagene Fenster selbst verbarrikadiert", erzählt Mario Schulz, Ausbilder bei der Fanfarengruppe, sichtlich mitgenommen von der Tat. Die Einbrecher hatten die Schränke durchwühlt, die Uniformen auf den Boden geschmissen. "Und sie haben ein bisschen Bier geklaut", berichtet Schulz am Sonnabend ironisch. Insgesamt halte sich der Schaden in Grenzen, lediglich das Fenster müsse ersetzt werden.

Kleidung muss überprüft werden

Am Sonnabend waren er und ein Teil der rund 30 Mitglieder (einschließlich passive) damit beschäftigt, aufzuräumen, nachdem die Spurensicherung der Kriminalpolizei ihre Arbeit erledigt hatte. Dabei achteten die Mitglieder der Fanfarengarde unter anderem auch darauf, ob sich Glassplitter in den Kleidungsstücken befinden oder sie von den Einbrecher beschädigt wurden.

"Wir sind noch einmal mit dem Schrecken davongekommen" sagt Schulz, der aber für die Zukunft ein neues Projekt im Auge hat. "Wir überlegen, künftig die Fenster zu vergittern", sagte er im Gespräch mit der Volksstimme. Allerdings müsse erst geprüft werden, ob dies von der Stadt erlaubt wird.

Hinweise, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nimmt das Polizeirevier unter der Telefonnummer 03901/8480 entgegen.

 

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