Salzwedel (aw) l Die Fahrzeughallen des Technischen Hilfswerks (THW) in Salzwedel könnten noch in diesem Jahr mit Fördermitteln des Bundes saniert oder sogar neu gebaut werden. Wie Marina Kermer, altmärkische Bundestagsabgeordnete für die SPD, informierte, hat der Haushaltsausschuss des Bundestages bereits im November ein Sonderbauprogramm für die Sanierung von zunächst 170 THW-Einrichtungen in Deutschland beschlossen. Der Standort Salzwedel stehe dabei neben Stendal auf der Prioritätenliste.

Hallen einsturzgefährdet, Fahrzeuge stehen im Freien

Die Erneuerung der Fahrzeughallen des THW in Salzwedel ist dringend notwendig. Wegen Einsturzgefahr waren sie bereits 2013 gesperrt worden, berichtete Stefan Sachser, stellvertretender Dienststellenleiter des THW-Ortsverbandes. Seitdem stünden fünf Einsatzfahrzeuge inklusive eines Ortungsbootes dauerhaft im Freien. "Wegen dieser Situation hatten wir in der Vergangenheit wiederholt Einbrüche und Bezindiebstähle in unseren Fahrzeugen", sagte Sachser. Die Kosten für Sanierung oder Neubau der Hallen sei noch offen, erklärte Sachser weiter. Frühere Kalkulationen seien aber von 200000 bis 400000 Euro ausgegangen.

THW hat in Salzwedel 40 aktive Mitglieder

Das THW ist seit 1993 mit einem eigenen Standort in Salzwedel vertreten. Derzeit sind 40 Mitglieder im Ortsverband aktiv, darunter rund 25 Jugendliche. Neben den Fahrzeughallen gehört zum Standort ein Verwaltungsgebäude mit Umkleidekabinen und Sanitärtrakt. Das Verwaltungsgebäude ist allerdings nicht sanierungsbedürftig.