Henningen (zä) l Eine erfolgreiche Bilanz ihrer Arbeit hat die Bürgerinitiative "Erhalt der Henninger Schule" gezogen. Sie hatte sich gegründet, nachdem in der Mittelfristigen Schulentwicklungsplanung festgestellt worden war, dass die Grundschule Henningen zwar mittelfristig die "Regelzügigkeit" erfülle, aber langfristig nicht bestandsfähig sei.

Besonders zugespitzt wurde die Lage durch die Ankündigung des Hauptamtes der Einheitsgemeinde Salzwedel mit der Andeutung der Schulschließung 2017 und der Aussetzung dringender Reparaturen, heißt es im Sitzungsprotokoll der Bürgerinitiative.

In kurzer Zeit habe man 1633 Unterschriften für den Erhalt der Grundschule gesammelt, betont Volker Ahrends. Zudem sei die Initiative öffentlich wahrgenommen und von der Kommunalpolitik mit Sympathie begleitet und gefördert worden.

Anlass zu Optimismus

Dank dieser Unterstützung konnten auch gute Arbeitskontakte mit Strukturen der Kreis- und Stadtverwaltung hergestellt werden. Auch die Entscheidungen der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf hätten bislang den Bestand der Grundschule Henningen mit gesichert. Verbandsgemeindebürgermeisterin Christiane Lüdemann habe zudem zugesagt, dass dies auch so bleiben werde, weil die Grundschule in Diesdorf aus Kapazitätsgründen nicht geeignet sei, alle Schüler des Henninger Schul-einzugsbereiches aufzunehmen. Festgelegt wurde auch ein jährliches Abstimmungsgespräch zwischen Einheits- und Verbandsgemeinde sowie der Bürgerinitiative.

Die Entwicklung der aktuellen Schülerzahlen liefere Anlass zu Optimismus, denn die Realzahlen seien weitaus günstiger als die Prognose. "Es ist uns unverständlich, dass eine Überarbeitung der Schulplanung im Land nur auf der Grundlage von Prognosen des Statistischen Landesamtes möglich ist. Da aber die Konsequenzen der gegenwärtigen Prognose langfristig zu einer Schulschließung führen und Realzahlen den Schulerhalt begründen, werden wir die Lösung dieses Widerspruchs auch weiter mit großer Aufmerksamkeit verfolgen."