Während Schüler und Lehrer ihre Winterferien genießen, stehen die Arbeiten an der neuen Jahnturnhalle kurz vor dem Abschluss. Ende Februar soll das drei Millionen Euro teure Gebäude eröffnet werden.

Salzwedel l Die Handwerker auf der Baustelle der neuen Turnhalle des Jahngymnasiums geben sich derzeit die Klinke in die Hand. Maler und Einrichter nutzen die freien Tage während der Winterferien, um der Sporthalle den letzten Schliff zu geben. Pflastersteine türmen sich vor dem Eingang. Ständig fahren Firmenwagen vor und wieder davon.

Tatsächlich drängt die Zeit. Schon Ende des Monats sollen die Bauarbeiten an der mit drei Millionen Euro teuersten Investitionen des Landkreises im Haushaltsjahr 2014 abgeschlossen sein. "Nach dem bestehenden Baufortschritt ist die Nutzung der neuen Halle zum Monatsende vorgesehen", erklärte Kreissprecherin Birgit Eurich gestern auf Anfrage der Volksstimme. Doch auch wenn es mit dem angestrebten Termin nicht ganz klappt: Für Schüler und Lehrer des Jahngymnasiums wird mit der Eröffnung des Gebäudes in absehbarer Zeit vieles besser werden.

Ära des Schulsports in der Kollwitz-Halle geht zu Ende

So entfallen lange Wege zum Sportunterricht in Käthe-Kollwitz- oder Agricola-Halle. Die Kapazitäten der modernen Zweifelder-Halle werden reichen, um den gesamten Schulsport für 750 Gymnasiasten abzudecken. Und mit der Kombination aus Erdwärmetauscher, moderner Gasheizung sowie einer Photovoltaikanlage auf dem Dach soll die Halle auch in energetischer Hinsicht zu einem echten Leuchtturmprojekt werden. Der Altmarkkreis Salzwedel als Schulträger verspricht sich von der energiesparenden Konstruktion langfristig erhebliche Einsparungen.

Nach der geplanten Eröffnung der Jahnturnhalle Ende Februar endet am 31. März auch die Ära des Schulsports in der Käthe-Kollwitz-Halle. Mit dem Jahngymnasium, der Jeetzeschule und der evangelischen Praetorius-Grundschule hatten zuletzt gleich drei Salzwedeler Bildungseinrichtungen die Halle des einstigen Kollwitz-Gymnasiums genutzt.

Doch während das Jahngymnasium mit seinem Neubau nun eine bessere Alternative bekommen wird, müssen die in freier Trägerschaft befindlichen Einrichtungen Jeetze- schule und die Praetoriusschule künftig wohl noch weitere Umwege in Kauf nehmen.

Lange Wege für freie Schulen

Der Landkreis werde beiden Schulen nach den Winterferien anbieten, ihren Sportunterricht bis zum Schuljahresende in der Turnhalle der Berufsbildenden Schulen (BBS) stattfinden zu lassen, sagte Birgit Eurich gestern.

Nach Informationen der Volksstimme hat die Leitung der Jeetzeschule daneben auch in Kuhfelde angefragt, ob die Schule ihren Sportunterricht bis auf weiteres in der Halle neben der dortigen Grundschule abhalten kann.

Offen ist derzeit die Zukunft der Käthe-Kollwitz-Halle. "Interessenten für eine Nachnutzung haben sich beim Altmarkkreis gemeldet", sagte Birgit Euricht gestern dazu. Endgültige Entscheidungen gebe es aber noch nicht, so Eurich. Zu den Plänen der Interessenten für die Halle äußerte sie sich nicht.

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