Salzwedel/Lüchow (me) l "Blitz-eis - das Warten auf Katrin" heißt ein Dokumentarfilm, der heute bei der Berlinale gezeigt wird. Er erzählt vom Verschwinden von Katrin Konert. Die damals 15-Jährige aus dem Raum Clenze im Landkreis Lüchow-Dannenberg wird seit dem Neujahrsabend 2001 vermisst. Zuletzt wurde sie in Bergen/Dumme gesehen, dort hatte sie ihren Freund besucht. Die Suche nach dem Mädchen wurde damals auch in den Altmarkkreis ausgeweitet. Mehrere Hundertschaften der Polizei suchten die Gemarkungen bei Barnebeck und Dahrendorf ab.

Filmteam begleitete 13 Jahre die Familie

13 Jahre lang hat ein Filmteam um Regisseur Michael Heuer das Warten auf ein langzeitvermisstes Kind begleitet und skizziert die Ereignisse: Neujahrsabend 2001, ein Mädchen wartet an einer Bushaltestelle. Aber es fährt kein Bus mehr. Sie hofft, dass jemand mit dem Auto anhält und sie nach Hause fährt. Plötzlich setzt Blitzeis ein, und Katrin ist spurlos verschwunden. Bis heute wartet ihre Familie auf ein Lebenszeichen. Wenn ein Kind vermisst wird, herrscht Angst, doch es gibt auch Mitgefühl. Irgendwann ist der Fall wieder vergessen. Michael Heuer wollte nicht vergessen. Der Filmemacher entschied sich dafür, das qualvolle Warten mit Katrins Familie zu teilen, über Jahre. Heilt Zeit wirklich alle Wunden? Hat die Polizei noch Hoffnung? Oder wird die Wahrheit für immer ein schlimmes Geheimnis bleiben?

Die Erstausstrahlung der Dokumentation erfolgt am Montag, 23. Februar, im NDR-Fernsehen.