Salzwedel l Mit dem Harmonie-Fasching findet die närrische Saison auch in Salzwedel ihren Abschluss. Dass dieser erst stattfindet, wenn man andernorts schon die Kostüme wieder eingemottet hat, ist darauf zurückzuführen, dass die Chormitglieder dem Erdgas-Carneval-Club Salzwedel stets den Vortritt im Kulturhaus gelassen haben und sich mit dem Sonnabend nach Aschermittwoch zufrieden gaben. Aus der einstigen Notwendigkeit ist nun eine Tradition geworden.

Publikum applaudierte oft

Aber ob diese einen Fortbestand haben wird, wollen die Chormitglieder für die nächste Faschingssaison erst noch beraten. Die hohen Kosten auf der einen Seite und die immer geringere Teilnahme auf der anderen zwingen den Verein zu grundlegenden Überlegungen.

Am Sonnabend aber hieß es zunächst erst einmal "Manege frei" für den bunten Harmonie-Zirkus. Entgegen den Vorjahren, in denen stets Peter Sosnowski und Heiko Klähn durch das Programm geführt hatten, übernahm in diesem Jahr Klaus-Dieter Leppin als Zirkusdirektor die Regie. Lautstark und mit viel Beifall begrüßte das farbenfroh kostümierte und geschminkte Publikum die ebenso bunte Schar der Zirkuscrew. Mit dabei waren die starken Männer, der große Magier Heinz Fantastic alias Karl-Heinz Kräuter, das Hochseilartistikduo Claude und Claudine, Dompteur Rüdiger Striecks mit seiner Raubtier-Dressur sowie als Höhepunkt das Männerballett des Zirkus Harmonie unter Leitung von Sigrid Scholz sowie noch viele andere. Die aufwändige Bühnenkulisse und das liebevoll inszenierte Programm zeugen von viel Arbeit, aber auch von viel Herzblut, das die Vereinsmitglieder in ihren Fasching stecken. Dieses wusste das bestens unterhaltene Publikum auch wohl zu würdigen und geizte an dem Abend nicht mit anerkennendem Beifall.

Der letzte Abgesang?

Zum großen Abgesang zum Ende des einstündigen Programms gab es stehenden Beifall, und die Gäste, alles Freunde der leichten Muse, stimmten auch kräftig mit ein. Dirigiert wurde der Chor von der Chorleiterin Angelika Erxleben und von Stefan Huth am Flügel begleitet.

Bliebe nur zu hoffen, dass der Verein in puncto Fasching nicht das Handtuch wirft. Denn dann wäre die Salzwedeler Kulturlandschaft um einiges ärmer.

 

Bilder