Michael Ziche (CDU) kann seine Arbeit als Landrat in den nächsten sieben Jahren fortsetzen. Die Wahlbeteiligung blieb hinter den Erwartungen zurück. Am höchsten war sie in den Kommunen, in denen auch Bürgermeisterwahlen anstanden.

Salzwedel l Die Landratswahl ist reibungslos verlaufen. Zügig trafen die Ergebnisse aus den Wahlbezirken in der Kreisverwaltung ein. Die ständige Aktualisierung auf der Internetseite des Altmarkkreises brachte alle Interessenten fortlaufend auf den neuesten Stand. Kurz nach 20 Uhr wurden die letzten Auszählungsergebnisse übermittelt. "Ich kann mich nicht erinnern, an einem Wahlabend schon vor 21 Uhr Zuhause gewesen zu sein", sagte gestern Kreis-Wahlleiter Eckhard Gnodtke. Er dankte allen Ehrenamtlichen in den Wahlvorständen für ihren Einsatz. "Es ist gut und wichtig, dass sich die Bürger einbringen", betonte Gnodtke.

Im Laufe des heutigen Tages werden die Wahlunterlagen aus den Kommunen in die Kreisverwaltung gebracht. "Wir stellen sie dann für den Wahlausschuss zusammen, der Mittwoch tagt", informierte Gnodtke. Erst nach dem Beschluss der Ausschuss-Mitglieder ist die Wahl offiziell gültig.

Dass es mit dem Auszählen so flott ging, mag auch an der relativ geringen Wahlbeteiligung gelegen haben. Sie lag mit 40,6 Prozent sechs Prozentpunkte niedriger als bei der Landratswahl 2008. Am höchsten fiel sie mit 47,18 Prozent in der Hansestadt Salzwedel aus, in der es auch um den Bürgermeisterposten ging. Die wenigsten Wähler gingen in der Einheitsgemeinde Arendsee an die Urnen (siehe Info-Kasten).

Die offensichtliche Wahlmüdigkeit der Westaltmärker konnte Michael Ziches Freude über sein deutliches Abschneiden am Sonntag nicht trüben. Er feierte mit Familie und Freunden in Klötze. Nun will er laut eigener Aussage nahtlos seine Arbeit als Landrat fortführen.

Der Landtagsabgeordnete Hans-Jörg Krause (Die Linke) betrachtete das Wahlergebnis des Herausforderers Andreas Höppner positiv und sandte eine Spitze in Richtung SPD, die keinen Kandidaten ins Rennen um die Kreisverwaltung geschickt hatte. "Wir haben Mut bewiesen und sind angetreten. Die anderen hatten keine Traute." Immerhin habe die Linke in Gardelegen zugelegt und neue Wähler mobilisiert, das könne sich sehen lassen.

"Wir wussten vorher, dass es gegen den Amtsinhaber schwer sein wird. Schließlich ist seine Arbeit ja nicht schlecht", ergänzte Gabriele Gruner, Vorsitzende der Linken-Kreistagsfraktion. "Dennoch: Wir haben gezeigt, dass wir noch da sind."

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