Magdeburg/Jübar l "Es war mir ein Bedürfnis, meinen Vereinsmitgliedern zu danken und allen, die mir bisher bei der Forschung geholfen haben", sagte Hartmut Bock. Der 70-jährige Jübarer erhielt gestern in der Staatkanzlei Magdeburg von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff das Verdienstkreuz am Bande - während einer "schönen, eindrucksvollen Veranstaltung".

Der einstige Lehrer, der 1972 eine Arbeitsgemeinschaft für Junge Archäologen an der Stöckheimer Polytechnischen Oberschule (seit 1990 Verein Junge Archäologen der Altmark) gegründet hat, wurde für seine Verdienste um die Erforschung der Geschichte der Altmark geehrt. Aber auch seine Fähigkeit, Kinder und Jugendliche mit dem etwas anderen Hobby zu "infizieren", ist gewürdigt worden. Nach der Wende kooperierte der Verein mit der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Hartmut Bock habe angeregt, dass die Wissenschaftler und das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt die Grabungen an den altmärkischen Großsteingräbern wieder aufgenommen hätten, lobte der Ministerpräsident.

Der Jübarer durfte 15 Mitreisende benennen, die ihn zur Feierstunde begleitet haben. 13 davon, darunter sein langjähriger Wegbegleiter Otto Mewes, seien Vereinsmitglieder, berichtete der Geehrte. Zudem habe er den soeben wiedergewählten Landrat Michael Ziche und seinen Freund Heiner Kamieth mit nach Magdeburg gebeten. "Ich bin sehr überrascht und ergriffen gewesen, als ich die Einladung für diesen Festakt erhalten habe", schilderte Hartmut Bock. Gestern lud er Reiner Haseloff in die Altmark ein: Er möchte ihm gern einige Hünengräber, das Freilichtmuseum Diesdorf und andere Besonderheiten zeigen.