Der alte Asphalt auf der Friedensstraße zwischen Kreisel und Bahnhofstraße ist Geschichte: Er wurde abgefräst. Für den grundhaften Ausbau der L1-Ortsdurchfahrt muss auch das historische Kopfsteinpflaster darunter weichen. Die neue Fahrbahn wird 6,50 Meter breit. Autofahrer müssen Umwege fahren.

Arendsee l Seit Montag ist die Arendseer L1-Ortsdurchfahrt über die Friedensstraße zwischen Kreisel und der Einmündung zur Bahnhofstraße gesperrt. Die Umleitung in beiden Richtungen ist über die Osterburger Straße, die Gestie-ner und die Seehäuser Straße zu nehmen. Die Vollsperrung gilt bis Ende August, denn nach der Friedensstraße folgt der grundhafte Ausbau in der Bahnhofstraße bis zum Dessauer Worth.

Hohe Metallzäune sperren Fahrbahn ab

Auftakt war am Mittwoch zwischen Kreisel und der Kreuzung. Dort fräste eine Maschine den alten Asphalt von der Fahrbahn.

Darunter kam das historische Kopfsteinpflaster zum Vorschein. Das muss ebenfalls weichen, bevor die Trasse in einer Breite von 6,50 Metern erneuert wird.

Links und rechts der Fahrbahn stehen hohe Metallzäune zwischen Borden und Hauswänden. So können Fußgänger nach wie vor dort passieren und die Anwohner in ihre Häuser gelangen. Für die Müllentsorgung oder Ladenlieferungen müssen individuelle Lösungen in Absprache mit der Baufirma vor Ort getroffen werden.

Geparkt werden kann auf dem Abschnitt nicht mehr. Ausweichparkplätze müssen gesucht werden. Eine Notvariante entsteht gerade hinter dem Feuerwehrgerätehaus.

Aber mit der Neugestaltung der durchschnittlich 3,50 Meter breiten Gehwege werden auch komfortable 2 Meter breite Parknischen geschaffen.

Und dort, wo im Moment noch die ausgegrabenen Baumstümpfe der gefällten 19 Linden emporragen, sollen nach Bauabschluss neue Bäume gepflanzt werden. Und moderne Straßenlampen sind ebenfalls vorgesehen.

Fußgängerüberweg: Zukunft noch offen

In der Bahnhofstraße sehen die Planungen für Fahrbahn und Seitenbereiche ähnlich aus. Dort ist auch eine ordentliche Anbindung an das Dessauer Worth geplant. Aber die Zufahrt zum neuen Feuerwehrgerätehaus muss extra angebaut werden, war während einer Anliegerversammlung zu erfahren.

Dort ging es außerdem um den Fußgängerüberweg an der Friedensstraße, der im Zuge der Baumaßnahme verschwinden soll. Dagegen hatte es Bürgerproteste gegeben. Der Ordnungsausschuss will sich dafür einsetzen, dass der Zebrastreifen erhalten bleibt.

Das Vorhaben kostet insgesamt 650 000 Euro. Der städtische Anteil beträgt 223 000 Euro. Die Anlieger müssen je nach Wohngrundstücksgröße 1,90 Euro je Quadratmeter zuzahlen.

 

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