Salzwedel l Die Aufgaben der Verkehrswacht sind vielfältig: Die Mitglieder bringen Kita-Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr bei, begleiten die Viertklässler im Altmarkkreis durch die Fahrradprüfung oder kontrollieren die Beleuchtung von Autos. Was die Verkehrswacht für die Stadt und den Kreis Salzwedel im Jahr 2014 bewegte, berichtete Wolfgang Pietsch, Vorsitzender des Vereins, am Donnerstagabend während einer Mitgliederversammlung.

Zum jährlichen Lichttest Mitte Oktober wurden mehr als 100 Autobesitzer gezählt, die die Beleuchtung ihrer Fahrzeuge überprüfen ließen. Knapp 1500 Kita-Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren wurden im vergangenen Jahr im Rahmen des Projektes "Kinder im Straßenverkehr" unterrichtet. "Von den Kitas im Kreis betreuen wir zirka ein Drittel. Bei den Grundschulen ist es eine Betreuungsquote von 100 Prozent", berichtete Pietsch.

Nach Aussage des Vorsitzenden der Verkehrswacht, die Ende September 32 Mitglieder zählte, sei eine Schwäche des Vereins, dass die meisten Mitglieder im Berufsleben stehen und nicht ausreichend die Erziehung in Kitas und Schulen unterstützen können. Diese sei momentan nur durch Hilfe von Mitarbeitern aus dem zweiten Arbeitsmarkt zu realisieren.

Die Betreuung des gesamten Kreises sei durch eine Verkehrswacht nicht zu gewährleisten. "Wir liegen hier in Salzwedel nicht im Zentrum des Kreises", machte der Vorsitzende deutlich. Gründungen von Wachten oder Stützpunkten in Gardelegen und Klötze könnten Abhilfe schaffen.

Urkunden, Anstecknadeln und Blumen als Anerkennung für 50 Jahre verkehrssicheres Verhalten konnten Wolfgang Pietsch und Gerd Schönfeld von der Verkehrswacht an Jürgen Giffey und Horst Felbinger überreichen.