Salzwedel (aw) l Knapp 3600 Grundstückseigentümer in Salzwedel werden in den nächsten Wochen Post vom Verband kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (VKWA) erhalten. Adressaten sind dabei Besitzer von Grundstücken, deren Flächen über einen Mischwasserkanal an die Kläranlage des VKWA angeschlossen sind.

Mit den Schreiben, die neben einem Luftbild auch einen Fragebogen enthalten, werden die Eigentümer gebeten, anzugeben, von welchen der auf ihrem Grundstück verzeichneten Flächen Niederschlagswasser in öffentliche Abwasserkanäle gelangt beziehungsweise auf dem Grundstück versickert.

Wie VKWA-Geschäftsführer Jens Schütte informierte, müssen die Kunden die versiegelten Flächen dabei nicht selbst ausmessen. Stattdessen machen sie auf den mitversandten Fragebogen Angaben dazu, wohin das Niederschlagswasser der jeweils erfassten Teilflächen fließt und worum es sich bei der jeweiligen Teilfläche handelt.

Der VKWA will mit der Maßnahme seine Datengrundlage im Stadtgebiet aktualisieren, sagte Jens Schütte. Ziel sei es, alle Einleiter von Niederschlagswasser an den Kosten für dessen Ableitung und Behandlung zu beteiligen.

Schütte stellte klar, der VKWA habe kein Interesse am eingeleiteten Niederschlagswasser, auch ein Anschlusszwang sei nicht geplant. Im Gegenteil: "Jeder Grundstückseigentümer hat nun noch die Gelegenheit, seine abflusswirksamen Flächen zu verringern und das Wasser auf seinem Grundstück zu versickern." Die erfassten Daten fließen in die Jahresverbrauchsabrechnung des jeweiligen Kunden ein. Der zu zahlende Beitrag errechnet sich dabei aus der für Salzwedel gemeldeten Niederschlagsmenge des Vorjahres, multipliziert mit der Einleitungs-Fläche und einem Faktor von 0,8, der mögliche Wasserverluste einbezieht. Die entstehenden Kosten belaufen sich im Mittel auf etwa 66,50 Euro je 100 Quadratmeter Fläche.

Kunden sollten die Bögen des VKWA in jedem Fall ausgefüllt an die Einrichtung zurücksenden. Geschieht das nicht, geht der Verband davon aus, dass sämtliche auf den Luftbildern verzeichnete Flächen Niederschlagswasser vollständig einleiten. Bei falschen Angaben drohen nach Angaben des VKWA Nachzahlungen.

Ein Dienstleister wird Sprechstunden und eine Hotline für Nachfragen anbieten.