Salzwedels Hundebesitzer haben im vergangenen Jahr 78485 Euro in die Stadtkasse gespült. Die Zahl der Hunde nimmt seit 2010 allerdings ab.

Salzwedel l Die Hansestadt Salzwedel hat im vergangenen Jahr so viel Hundesteuer eingenommen wie nie zuvor. Mit 78485 Euro zahlten die Hundebesitzer knapp 1000 Euro mehr, als 2013. Im Vergleich zu 2012 sind es sogar rund 4000 Euro mehr. Für den ersten Hund bezahlen Hundehalter in der Kernstadt 60 Euro, in den Ortsteilen 24 Euro. Der zweite Vierbeiner kostet 84 Euro (Ortsteile 48), jeder weitere 120 Euro. Kampfhundbesitzer müssen hingegen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Für Hunde, die als gefährlich eingestuft sind, werden 240 Euro pro Jahr fällig.

Obwohl die Einnahmen durch die Hundesteuer in den vergangenen drei Jahren stetig angestiegen sind (siehe Grafik), ist die Zahl der Hunde zurückgegangen. Waren 2011 noch 1731 Vierbeiner angemeldet, sank die Zahl im laufenden Jahr auf 1642. Ein gegenläufiger Trend lässt sich bei den gemeldeten Kampfhunden feststellen.

Hier stieg die Zahl im gleichen Zeitraum von 13 auf 20 an. Kampfhundbesitzer müssen laut dem Gefahrenhundegesetz des Landes Sachsen-Anhalt einen Wesenstest mit ihren Vierbeinern absolvieren.

Strafen für liegengelassene Häufchen

Mit der Haltung eines Hundes sind für die Besitzer auch Verpflichtungen verbunden. Neben der allgemeinen Anleinpflicht im öffentlichen Raum müssen unter anderem auch die Hinterlassenschaften der treuen Begleiter entsorgt werden. In diesem Punkt gibt es immer wieder Verstöße, die allerdings für die Hundehalter teuer werden können.

"Nach der Gefahrenabwehrverordnung der Hansestadt wird gegen Ersttäter ein Verwarngeld in Höhe von 15 bis 35 Euro verhängt. Je nachdem, ob der Hundeführer die Hinterlassenschaft beseitigt und einsichtig ist", erklärt Stadtpressesprecher Olaf Meining. Wiederholungstäter müssen in der Regel 35 Euro zahlen. Hinzu würden Gebühren in Höhe von 28,50 Euro kommen.

Gab es vor einigen Jahren noch von der Stadt finanzierte Kottüten in den Geschäften und an eigens dafür installierten Spendern (beispielsweise am Eingang zum Burggarten), müssen die Hundehalter diese nun selbst mitführen.

"Die Kottüten waren damals in verschiedenen Geschäften ausgelegt. Die Resonanz auf dieses Pilotprojekt war aber so gering, dass es nicht weiter betrieben worden ist", berichtet Olaf Meining.