Bis vor wenigen Tagen zierte ein buntes Graffito die Fassade des Jenny-Marx-Hortes an der Reitbahn. Nun ist die Wand verputzt. Ein Unfall sorgte für irreparable Schäden an dem Kunstwerk.

Salzwedel l Da staunten die Kinder und Eltern nicht schlecht, als sie Mitte der Woche den gewohnten Weg zur Jenny-Marx-Schule absolvierten. Das große Graffito, das an der Fassade des Jenny-Marx-Hortes zur Reitbahn hin zu sehen war, war verschwunden. Die Wand wurde von einer Fachfirma verputzt.

"Dass das Kunstwerk entfernt wurde, liegt nicht daran, dass es nicht schön unzusehen war", erklärte Doris Gensch, Leiterin des Eigenbetriebs Kindertagesstätten gestern auf Nachfrage der Volksstimme. Es handele sich dabei um die Folgen eines Verkehrsunfalls, der sich Ende 2014 ereignet hatte. Was war passiert?

"Eine Oma wollte ihr Enkelkind aus dem Hort abholen. Beim Einparken ist sie gegen die Hauswand gefahren", berichtete Doris Gensch. Dabei seien Teile des Putzes abgefallen, das Graffito in Mitleidenschaft gezogen worden.

Die beiden Sprühkünstlern Lars-Christian Klaas und Martin Klahs, die das Graffito entworfen und Ende 2013 fertig gestellt hatten, begutachteten den Schaden. "Leider war es nicht möglich, die beschädigten Stellen einfach so auszubessern. Alles muss neu gemacht werden", sagte die Eigenbetriebs-Leiterin.

In Absprache mit der Versicherung der Verursacherin konnte eine Lösung gefunden werden. Zunächst soll die Wand - wie in dieser Woche geschehen - neu verputzt und für die Künstler vorbereitet werden. Danach werden Lars-Christian Klaas und Martin Klahs das Graffito erneut aufsprühen. "Wir haben uns mit den Künstlern und den Kindern unterhalten und nach Änderungswünschen gefragt. Aber alle möchten das gleiche Bild wieder an der Wand haben", sagte Doris Gensch.

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