Der Weg zwischen Wendischhorst über Kleistau nach Hohendolsleben wird in diesem Jahr ausgebaut. Planer Bert Schulze stellte dem Rat am Montagabend das Projekt vor.

Dähre l Noch gibt es keinen Starttermin für den Ausbau der Verbindung. Sicher ist aber, dass in zwei Abschnitten gebaut wird. "Die Verbindung von Wendischhorst nach Kleistau ist 799 Meter lang. 116 Meter in der Mitte sind bereits gemacht. Das bleibt erhalten", sagte Bert Schulze. Die Strecke werde als ländlicher Weg in einer Breite von 3,50 Metern ausgebaut. Hinzu kämen auf jeder Seite ein halber Meter Schotterrasen.

"Die vorhandene Befestigung wird gereinigt und überbaut", beschrieb der Planer. Auf eine Schottertragschicht würde eine bituminöse Trag-Deckschicht aufgebracht. Im ersten Abschnitt seien drei Ausweichstellen und fünf Zufahrten geplant, die teilweise kombiniert würden. Der Anschluss an die Landesstraße 7 in Wendischhorst solle durch eine Natursteinverbreiterung erfolgen.

Der Kleistauer Stefan Kronz wies auf die Brutvorkommen von seltenen Amphibienarten in der Kleistauer Kieskuhle hin. Er sehe eine Gefahr für die Tiere, wenn sie über Bitumenbelag über die Fahrbahn wechseln. "Querungshilfen sind eingeplant. Aber noch steht die Zuarbeit der Unteren Naturschutzbehörde aus, wo diese angebracht sind", antwortete Bert Schulze. Am optimalsten sei ein Tunnel wie bei Vitzke. Aber das sei eine Frage des Geldes.

Der zweite Bauabschnitt zwischen Kleistau und Hohendolsleben habe eine Gesamtlänge von 1085 Metern. Auch dort sei die gleiche Ausbaubreite vorgesehen wie bei der ersten Etappe. Allerdings sei auf einer Länge von etwa 100 Metern ein grundhafter Ausbau notwendig, weil der Baugrund eine Überbauung nicht zulasse. Im Gesamtbereich seien drei Ausweichstellen und elf Zufahrten vorgesehen. Der Planer hofft auf Zuarbeiten der Anlieger, damit die Ausweichstellen so angeordnet werden könnten, dass mit minimalem Aufwand ein maximaler Erfolg erzielt werden könne. Der vorhandene Durchlass müsse von 300 auf 600 Millimeter erweitert werden. Eine Versickerungsschicht für Regenwasser werde eingebaut.

Für die komplette Versiegelung müsse ein Ausgleich geschaffen werden. Für die Gemeinde Dähre heiße das speziell, dass 225 Bäume zu pflanzen seien, sagte der Planer. Ratsleute wollen entsprechende Flächen kennzeichnen, die dafür geeignet sind.

Für den Wegebau sind im Haushalt 410000 Euro veranschlagt. Das seien 5000 Euro mehr als ursprünglich geschätzt. "Das sind die Kosten für die Bescheide, die der Altmarkkreis Salzwedel erstellt. Diese waren bislang nicht eingeplant", begründete Silke Zander, Mitarbeiterin der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf, die Erhöhung. Das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten hat eine Förderung von 238600 Euro zugesagt, hieß es während der Sitzung.

Die Ratsmitglieder wollen während ihrer nächsten Zusammenkunft am 20. April die Aufträge für das Bauvorhaben vergeben. Dann soll so schnell wie möglich mit dem Wegebau begonnen werden, sagte Harald Heuer gestern auf Nachfrage der Volksstimme.