"CO2 in die Bäume statt in die Erde": Unter diesem Motto steht die Aktion der Bürgerenergiegenossenschaft Altmark und der BI gegen die Verpressung von Kohlendioxid. Mit Kaulitzer Heimbewohnern der LeBe Mechau pflanzten die Aktivisten 460 junge Nadelgehölze.

Kaulitz l Bei herrlichem Sonnenschein und kühlem Frühlingswind pflanzten die Mitglieder der Bürgerenergiegenossenschaft Altmark zusammen mit den Kaulitzer Heimbewohnern der LeBe(Leben mit Behinderung) Mechau am Gründonnerstag junge Nadelgehölze auf einem Acker am Kaulitzer Ortsrand. 60 Weiß- und 400 Nordmanntannen kamen in die Erde.

"Die Bäumchen stammen vom pensionierten Förster Helge Dienemann aus Gardelegen", erklärte Hannes Förster, der ebenfalls zu den Aktivisten der Genossenschaft gehört und bei der Pflanzaktion dabei war.

"Die Bäumchen sollen jetzt in Ruhe fünf Jahre lang aufwachsen", informierte Ernst Allhoff aus Zießau vom Genossenschaftsvorstand. Deshalb sei im Januar extra ein Schutzzaun um die auf der Fläche schon im Herbst 2014 gepflanzten Laubbäume gezogen worden, um sie vor Wildverbiss zu schützen. "Dann geben wir sie an Gewerbegebiete ab oder interessierte Privatleute, die sie auf ihren Grundstücken weiterwachsen lassen", kündigte er an. Denn die Bäume sollen uralt werden und in dieser Zeit jede Menge Kohlendioxid aufnehmen.

"Unser Anliegen ist : CO2 in die Bäume statt in die Erde", machte Allhof deutlich. Er ist ebenso wie Genossenschaftsvorstand Christfried Lenz auch in der Bürgerinitiative gegen die CO2-Verpressung in der Altmark aktiv. Wenn das Großgrün das CO2 aufnehme sei das klimafreundlicher und für den Menschen ungefährlicher, als wenn es aufwändig in die Erde gepresst werde. Ebensolche unabwägbaren Gefahren berge in seinen Augen das Fracking. Es könne nicht stimmen, dass der Erdgasbedarf dadurch gedeckt werden müsse. Das gelinge schonender durch die Nutzung der erneuerbaren Energien.

"Nötig ist die Schaffung von Speicherkapazitäten", sagte Lenz. Doch starke Lobbyisten seien nicht an diesen alternativen Möglichkeiten interessiert. Das zeige sich aktuell auch am von der Bundesregierung beschlossenen Fracking-Gesetz. "In den USA wächst der Widerstand gegen diese Technologie zur Förderung von Erdgas oder Erdöl aus tiefsten Gesteinsschichten mittels Chemiegemisch wegen des hohen Risikos, bei uns wird es jetzt erlaubt", ärgerte er sich. Dagegen müsse man angehen.