Nach gut zweijähriger Planungs- und Bauzeit wird am Mittwoch die neue Schulsporthalle des Jahngymnasiums Salzwedel eingeweiht. Der Kreis hat insgesamt rund 3,4 Millionen Euro investiert.

Salzwedel l Mit dem Neubau der Sporthalle hat der Altmarkkreis insgesamt 13 Millionen Euro in den Schulstandort des Jahngymnasiums investiert. "Ich freue mich, dass mit der Fertigstellung der neuen Sporthalle ein Schulstandort in unserem Landkreis entstanden ist, an dem Tradition mit Moderne vereint sind", sagt Landrat Michael Ziche. Dem Kreis als Schulträger sei wichtig gewesen, mit diesem Projekt zwei Ziele zu realisieren. Als erstes den 784 Schülern und den Lehrern am Standort auch für den Sportunterricht optimale Bedingungen zu schaffen und zweitens, sich mit dem angestrebten sparsamen Verbrauch von Energie und Ressourcen in den kreiseigenen Liegenschaften weiter "fit für die Zukunft zu machen", betont der Landrat.

Deshalb sei es eine richtige Entscheidung, des Kreistages im Mai 2012 gewesen, den Bau der Sporthalle auf Platz eins der Prioritätenliste zu setzen. Ziel war, in die Förderung des vom Land aufgelegten Innovations- und Investitionsprogramms zur Modernisierung und energetischen Sanierung von Schulen aufgenommen zu werden. Im September 2012 wurde dem Kreis mitgeteilt, dass das Projekt förderwürdig ist, der entsprechende Bescheid kam dann allerdings erst Ende November 2013. Noch im selben Monat begannen erste Erdarbeiten. Diese sollten sich bald als äußerst problematisch erweisen. Der Bodenaushub konnte aufgrund der beengten Platzverhältnisse nicht auf dem Baustellengelände bleiben und musste auf einer Halde zwischengelagert werden. Proben ergaben, dass die Erde belastet war und eine Spezialentsorgung erfolgen musste. Kostenpunkt: rund 250000 Euro. Die Bodenbelastung musste auch beim Einrichten der Außenanlagen berücksichtigt werden, was noch einmal zusätzliche 129075 Euro ausmachte.

Glas-Alu-Fassade statt Kunststoffplatten

Ursprünglich war vorgesehen, die Außenfassade der Halle mit Kunststoffplatten zu gestalten. Keine der Firmen, die ein Angebot eingereicht hatte, konnte für die Konstruktion ein gültiges Brandschutzzertifikat vorweisen. Deshalb erfolgte eine neue Ausschreibung für eine Glas-Alu-Fassade, verbunden mit einem erheblichen Kostenanstieg von 160925 Euro. Insgesamt hat sich das Bauwerk damit um rund 540000 Euro gegenüber der ursprünglichen Planung verteuert. Insgesamt hat die Halle 3,322 Millionen Euro gekostet. Zuschüsse in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro gab es aus dem Förderprogramm Stark III.

Nach der am 11. März 2014 erfolgten Grundsteinlegung ging es zügig voran, sodass schon am 21. Mai Richtfest gefeiert werden konnte. Der Ausbau des Sozialtrakts folgte anschließend, der sich leider zum Jahresende verzögerte, weil sich der Einbau der Glasfassade und der Sektionaltore hinzog. Anschließend erfolgte die Anpassung der Außenanlagen. Als Ausgleich für die weichende Schulhoffläche wurde als ein Angebot für eine neue Pausenaktivität außen am Schulgebäude eine Kletterwand installiert.

Entstanden ist eine Zweifeldsporthalle, 30 mal 45 Meter, bestehend aus Hallengebäude und dazugehörigem Sozialtrakt zur Unterbringung der Umkleidekabinen und Sanitärräume. Die Halle biete Platz für die Unterbringung aller Sportfelder des Schulsports, erklärt Pressesprecherin Birgit Eurich. Es werden die Bereiche Badminton, Basketball, Handball, Fußball (Kleinfeld), Unihockey und Volleyball abgedeckt. Es sei keine Wettkampfhalle ausgestattet worden, stattdessen stehe der Schulsport im Vordergrund. Ab Mai können auch die Vereine die Halle nutzen.

Die Fassade wurde mit einem Klinkermauerwerk gestaltet. Mit energetisch nachhaltigen Maßnahmen, wie Einbau eines Erdwärmetauschers, moderne Gasbrennwerttechnik sowie einer Photovoltaikanlage auf dem Dach sollen die Betriebskosten dauerhaft niedrig gehalten werden.