Arendsee l "Der Rundkurs um den Arendsee ist verkommen, unsauber und ungepflegt", schätzte es Jürgen Lukas aus Arendsee ein. Und nicht nur er kritisiert den Zustand. Auch viele andere, die täglich um den See radeln, beklagen das. Auch die liegen gebliebenen Laub- und Grünschnitthaufen am Wegesrand erregen ihr Missfallen.

Bürgermeister bittet um Hilfe für Wirtschaftshof

An einigen Stellen, so vom See hinauf zur Bungalowsiedlung, seien die Verbindungen durch Bäume versperrt. "Außerdem sind viele Schilder nicht mehr auf dem neuesten Stand", so Luckas. So zum Beispiel das mit dem Hinweis auf "Müllers Brauhaus" kurz vorm Schramper Eck, das aber schon im Herbst endgültig seine Türen schloss.

Deshalb habe er sich mit einem Brief an Bürgermeister Norman Klebe gewandt, der ihm auch antwortete und in einigen Fällen Abhilfe versprach.

"Den Seerundweg haben wir immer im Blick und reinigen ihn regelmäßig", erklärte er gegenüber der Volksstimme. Doch die Kräfte des Wirtschaftshofes seien begrenzt, da die Mitarbeiter auch in den anderen Ortsteilen der Einheitsgemeinde für Ordnung zu sorgen hätten. "In Sachen Haufen am Wegesrand könnten die Anlieger uns unterstützen, indem sie ihre Gartenabfälle bis Mittwoch ablegen, da sie am Donnerstag abgefahren werden", so Klebe. Es könnte helfen, wenn dann nicht gleich am nächsten Tag die nächste Ladung abgelegt werde.

Einige der bemängelten Schilder seien auf aktuellen Stand gebracht beziehungsweise abgeklebt worden. "Aber beim angesprochenen Brau- hausschild handelt es sich um eine Werbetafel, für die vom Eigentümer gezahlt wird und noch nicht abgemeldet ist", sagte er. Somit könne sie nicht einfach abgebaut werden.

Kassenhäuschen wird mit Hochdruckreiniger geputzt

Im Strandbad Arendsee herrschte gestern emsiges Treiben: Die Mitarbeiter der Luftkurort GmbH bereiten die bevorstehende Saison mit Hochdruck vor. Während die Frauen Kassenhäuschen und Sanitärgebäude mit Hochdruckreiniger vom Winterdreck befreien, säuberten die Männer den Sandstrand. Ronald Linke, seit gestern wieder im Dienst, und Jörg Hefekerl harkten das angeschwemmte Schilf zusammen und luden es zum Abtransport auf. Auch das Areal um die Freilichtbühne und auf dem Spielplatz muss noch auf Vordermann gebracht werden.

In der nächsten Woche wollen sie die Schwimmplattform ins Wasser bringen und verankern. Das neue Rettungsboot liegt schon vor Anker, bereit zum Einsatz. Und bis zum 1. Mai sollen auch die Pumpen für die Wasserspielgärten und die Riesenrutsche unterm Steg an der Seetribüne eingebaut und angeschlossen sein. "In dem Zuge bauen wir auch die Wasserzähler ein, die den Verbrauch des Seewassers messen, den wir ans Land bezahlen müssen", kündigte GmbH-Geschäftsführer Michael Meyer an.

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