Im Liestener Waldbad herrscht Sanierungsbedarf. Doch wie es überhaupt mit der Freizeitstätte weitergehen soll, darüber wollen sich die Mitglieder des Sport- und Bildungszentrums Liesten-Altmark bei einer außerordentlichen Versammlung im Juni verständigen.

Liesten l Fliesen müssen repariert werden, über eine Million Euro für die Sanierung des Liestener Waldbades wurden aus dem städtischen Haushalt gestrichen - für Harald Bresch, Vereinsvorsitzender des Sport- und Bildungszentrums Liesten-Altmark, gibt es zurzeit eigentlich wenig Grund für Optimismus. "Ich bin niemand, der den Kopf in den Sand steckt. Es geht jetzt darum, dass Beste aus der Situation zu machen", erklärt der Liestener.

Vorsitzender hofft auf klares Votum

Er habe nicht im Hinterkopf, dass das Waldbad irgendwann schließen könnte. "Es liegt nicht am Geld allein, sondern vor allem am Interesse derer, die es erhalten wollen", sagt Harald Bresch.

Und genau in diesem Punkt sieht er bisher das Manko. "Wir haben uns am 22. April zu einer Mitgliederversammlung getroffen und beschlossen, am 24. Juni eine außerordentliche Versammlung abzuhalten, um darüber zu reden, wie es mit unserem Bad weitergehen soll", so Bresch. "Entweder ziehen dann alle - egal ob Vereinsmitglieder, Einwohner oder Ortschaftsrat - an einem Strang, oder wir müssen feststellen, dass das Interesse am Waldbad doch nicht so groß ist, wie gedacht", berichtet der Vereinsvorsitzende.

Seit 2011 setzt sich das Sport- und Bildungszentrum Liesten-Altmark für das Waldbad ein. Für Harald Bresch war es eine durchaus erfolgreiche Zeit. Das Bad habe jedes Jahr öffnen können. "Natürlich hat sich am Objekt selbst nicht so viel getan. Aber wir konnten Gelder sammeln und Sponsoren finden, um eine gute finanzielle Basis zu schaffen."

Arbeitseinsatz am kommenden Sonnabend

Nun wolle man diese Gelder nachhaltig und sinnvoll einsetzen. "Die Rakete ist vollgetankt und bereit, abzuheben. Es muss nur noch der Startknopf gedrückt werden", sagt Harald Bresch. Man sei an einem Punkt angelangt, von dem aus es ganz schnell vorwärts gehen könne. Jedoch nur mit der breiten Unterstützung von Politik, Sponsoren und der Bevölkerung.

Auf diese Unterstützung hofft Harald Bresch bereits am kommenden Sonnabend, wenn das Liestener Waldbad bei einem Arbeitseinsatz fit für die Badesaison gemacht werden soll. "Wir wollen die Becken reinigen und das Unkraut entfernen. Außerdem soll der Wald aufgeräumt werden, um mehr schattige Liegeflächen zu schaffen", erklärt Bresch. "Erst müssen wir uns kümmern, dann können wir von anderen erwarten, sich positiv zu unserem Waldbad zu positionieren."