Liesten l Vier Wochen noch, dann soll das Waldbad in Liesten seine Pforten für Badegäste öffnen. Auch wenn auf den ersten Blick noch viel Zeit zu sein scheint, macht Harald Bresch vom Sport- und Bildungszentrum Liesten Altmark deutlich, dass sich die Waldbad-Enthusiasten und alle Helfer sputen müssen. "Die Becken müssen gesäubert werden, erst dann sind die Schäden an den Fliesen richtig zu sehen und können ausgebessert werden", erklärt er. Außerdem dauere es mehrere Tage, bis die Becken mit Wasser gefüllt sind. Und bevor die Gäste schwimmen und planschen können, müssten noch die vorgeschriebenen Hygiene-Kontrollen erledigt werden. Höchste Zeit also, kräftig zuzupacken. Dazu waren am Sonnabend zahlreiche Männer, Frauen und Kinder ins Waldbad gekommen. Sie reinigten mit Unterstützung der Feuerwehr Liesten nicht nur die Becken, sondern brachten auch das Umfeld auf Vordermann, schnitten die Hecken, mähten das Gras auf der Liegewiese und entfernten das Unkraut selbst aus den kleinsten Fugen. Harald Bresch freute sich über die große Beteiligung. "Es sind mindestens dreimal so viele Helfer wie im vergangenen Jahr."

Trotz der bevorstehenden Saison treibt Harald Bresch die Sorge um die Zukunft des Bades um. Einfach nur einen Förderverein zu gründen, so wie für das Waldbad Dähre, reicht aus seiner Sicht nicht aus. In der Frage der Verantwortung sieht er als erstes den Ortschaftsrat in der Pflicht. Sein Ziel sei nach wie vor, am Ortsrand von Liesten ein Zentrum zu etablieren, in dem mehr möglich sei als nur zu baden. "Wenn wir nicht anfangen, wer sollte sonst ein Interesse daran haben." Seine Hoffnungen setzt er auf die außerordentliche Mitgliederversammlung, die am 24. Juni stattfinden soll. "Bis dahin sollen sich alle Gedanken machen, wie es mit dem Bad weitergehen soll, vor allem diejenigen, die auch noch in anderen Vereinen aktiv sind."