Nach der Vorstellung der hölzernen Statue beim diesjährigen Zelttanz folgte jetzt die offizielle Einweihung: Hohengrieben hat seinem Begründer, Friedrich II. von Preußen, ein Denkmal gesetzt.

Hohengrieben l "Also verleihen und verschreiben Wir aus Königlicher Macht und Hoheit für Uns und Unsere Königlichen Nachfolger obbenannten 10 Kolonisten, ihren Kindern und Nachkömmlingen zu ewigen Zeiten auf dieser Feld-Mark zur Anlegung eines Dorfes, welchem Wir den Namen Hohengrieben hiermit beilegen ..." heißt es in der Erb-Zins-Verschreibung über das neue Dorf Hohengrieben im Amt Diesdorf vom 30. August 1752. Unterschrieben und gesiegelt von Seiner Majestät Friedrich II. von Preußen höchstpersönlich. Mehr noch, der König sicherte den Kolonisten, abgesehen von der Zahlung eines festgeschriebenen Erb-Zinses, Steuerfreiheit zu.

Bei den Nachfahren der Kolonisten und den heutigen Einwohnern von Hohengrieben genießt der Alte Fritz auch heute noch einen hohen Sympathiebonus, daher setzten sie ihrem Gründer jetzt ein Denkmal. Die 3,3 Meter hohe und 4,5 Tonnen schwere Holzskulptur wurde in Suderburg geschnitzt, während des Zelttanzes erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt (wir berichteten) und am Mittwoch offiziell eingeweiht. Ehrensache für alle Hohengriebener, an der kleinen Feierstunde an der alten Schulscheune teilzunehmen.

Hoffnung auf das Leader-Programm

Den Standort hatten die Hohengriebener nicht von ungefähr ausgesucht, heißt es doch weiter in der Erb-Zins-Verschreibung von 1752: "Wir wollen auch in diesem neuen Dorfe einen Schulmeister, welcher die Kinder in der Gottesfurcht und im Lesen und Schreiben unterrichten soll, auf Unsere eigenen Kosten ansetzen und demselben eine Wohnung, Scheune und Stall erbauen ...". Diese Schule war damit die erste Landschule im Bereich des ehemaligen Domänenamtes Diesdorf, die vor der Einführung der allgemeinen Schulpflicht etabliert wurde.

Die Hohengriebener hoffen, dass die Schulscheune mit Fördermitteln aus dem Leader-Programm zu einem Zentrum und Anlaufpunkt in ihrem Dorf ausgebaut werden kann. Die geplante Nutzung ist vielfältig, reicht von einem Informationspunkt für Touristen und Schulklassen bis hin zu einem Ort für Veranstaltungen im Rahmen der Reihe "Kultur an besonderen Orten". Ausstellungen soll es dort geben, die Scheune soll in den Zelttanz einbezogen werden, auch eine Nutzung als Trauerhalle ist vorgesehen. "Wir wollen hoffen, dass das Vorhaben gelingt. Unsere Chancen sind sehr gut", war Gerhard Schulz optimistisch. Zumindestens wache jetzt der Alte Fritz wieder über das Dorf.

Angebot von "Schere"Eggert

Außerdem gab es am Vorabend des Himmelfahrtstages noch einen weiteren Grund für ein geselliges Beisammensein: Die Hohengriebener gratulierten Anni Otec zum 85. Geburtstag.

Die Lustigen Straßenmusikanten aus Dähre umrahmten die Einweihung musikalisch. Natürlich durfte das Hohengriebenlieb nicht fehlen, das sogar schon die kleine Clara Fleischner (6) perfekt mitsingen konnte.

Gerald "Schere" Eggert war von den Plänen für die Schulscheune derart angetan, dass er jetzt schon ein Versprechen abgab: Wenn diese fertiggestellt sei, wollen er und seine Mitstreiter drei Stunden kostenlos für Hohengrieben Musik machen.

 

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