In der Langobardenwerkstatt auf dem Zethlinger Mühlenberg ist in der Nacht zum Sonntag randaliert worden. Wie hoch der finanzielle Schaden ist, sei noch nicht einzuschätzen.

Zethlingen (mbc/me) l Eine böse Überraschung erlebten am Sonntag die Mitglieder der Langobardenwerkstatt in Zethlingen. Sie wollten das mit Palisaden und Zäunen umfriedete Gelände am Sonntagmorgen für den Internationalen Museumstag öffnen und mussten feststellen, dass Randalierer dort ihr Unwesen getrieben hatten. Die bislang unbekannten Einbrecher haben eine junge Birke mitten auf dem Gelände gefällt und den Unterstand für das Bogenschießen zerstört. In der Küche war Abwaschmittel über den Fußboden verteilt und aus dem Kühlschrank ein Ei gestohlen. "Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über das Ei noch lachen", sagte Birgit Thiemann, die am Sonntag wieder leckeren Zuckerkuchen für die Besucher vorbereitet hatte. Doch nun fehlte das Ei fürs Rezept.

Höhe des Schadens ist noch nicht einzuschätzen

Der Ärger war den Langobarden-Freunden um ihren Chef Lothar Mittag anzusehen. Wie hoch der finanzielle Schaden ist, sei noch nicht konkret einzuschätzen, sagte gestern Kreissprecherin Birgit Eurich.

Auch einigen Besuchern fiel auf, dass im Langobardendorf etwas nicht stimmt, zumal die Birke mitten auf dem Platz lag und die Spuren der nächtlichen Hackaktion noch zu sehen waren. Der Museumtag verlief dennoch wie gewohnt. Die Gäste kamen in Scharen, gab es doch wieder die beliebten Aktionen wie Lederarbeiten, Weben, Bogenschießen und natürlich Kulinarisches aus der Küche der Langobardenwerkstatt wie Kuchen und Suppe.

Der nächste Termin auf dem Mühlenberg ist das Wochenende 13. und 14. Juni. Dann heißt es "Es saßen die alten Germanen...". Der Förderverein für die Langobardenwerkstatt lädt befreundete Vereine ein. Zu Gast sein werden die Hermunduren, Thüringer und Semnonen. Es gibt in der Zeit von 11 bis 17 Uhr an beiden Tagen Vorführungen von Kampftechniken, Trachten und Handwerk. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

   

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