Salzwedel l Die Volksstimme startet heute eine neue Serie. Unter dem Titel "Meine Idee für Salzwedel" präsentiert die Redaktion Vorschläge, wie die Hansestadt mit kleinen Projekten attraktiver gestaltet werden, oder Geld einsparen kann. Aber auch Sie liebe Leser sind gefragt. Senden Sie uns Ihre Vorschläge an redaktion.salzwedel@volksstimme.de oder rufen Sie uns einfach an.

Heute geht es um einen von der Stadt finanzierten kostenlosen Shuttlebus, der vom Märchenpark zum Salzwedeler Rathausturmplatz fährt. Das Ziel: Die Besucher des Parks am Stadtrand, in die Innenstadt zu lotsen.

Im vergangenen Jahr besuchten 111444 Gäste den Märchenpark und die dazugehörige Spielscheune. Viele Familien kamen von außerhalb. Vor allem in den Sommermonaten drängen sich an den Wochenenden viele Autos mit auswärtigen Kennzeichen auf dem Parkplatz an der Warthe. Doch viele haben nur dieses eine Ziel und verweilen vor den Toren der Stadt. Um diese Besucher nach Salzwedel zu bringen, könnte an elf Wochenenden vom 20. Juni bis 30. August sonnabends und sonntags ein Shuttlebus vom Park zum Rathausturmplatz fahren. Die Busse würden von 12 bis 18 Uhr im Halbstunden-Takt fahren.

Die Kosten für den komplette Shuttle-Service an elf Wochenenden betragen 7260 Euro. Ein entsprechender Kostenvoranschlag der Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel liegt der Volksstimme vor.

Argumente gegen den Bus-transfer wären, dass nahezu alle auswärtigen Besucher des Märchenparks mit einem eigenen Pkw anreisen und in die Stadt fahren könnten. Außerdem gibt es eine Buslinie vom Park ins Zentrum. Aber: Ein kostenloses Angebot schafft einen Anreiz, dieses auch zu nutzen. Desweiteren möchte nicht jeder in einer fremden Stadt auf Parkplatzsuche gehen. Ein Bus ist in der Hinsicht bequemer. Und: Auch die Einheimischen profitieren von dem Angebot denn sie können von Salzwedel aus in den Park fahren.

Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Jost Fischer, meint zum Shuttle-Transfer: "Das ist eine gute Idee, die Sinn macht. Wir wurden die Aktion auf jeden Fall unterstützen und in den Geschäften bewerben", erklärt Fischer. "Davon würden auch Feste profitieren, die in den Sommermonaten in der Stadt sind", meint der Chef der Werbegemeinschaft. Ob es gar eine finanzielle Unterstützung für die Aktion gibt, müsse der Vorstand entscheiden, erläutert Fischer. Gründsätzlich gilt: "Alles, was die Innenstadt belebt und stärkt, sehen wir positiv", erklärt der Vorsitzende.

Wie heißt es so schön: "Versuch macht klug". Und bei Kosten in Höhe von 7260 Euro ist das finanzielle Risiko für die Stadt gering und das Geld bliebe auch in der Altmark.