Leserbrief zum Thema Umbau und Erweiterungspläne für Beetzendorfer Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde (Volksstimme vom 4. Februar):

Insgesamt sollen bis zu 1,75 Millionen Euro in den Um- und Erweiterungsbau in Beetzendorf investiert werden. Wenn dieses geschieht, ist eine Erhöhung der Miete von derzeit 48 000 auf dann 56 000 bis 73 000 Euro im Jahr geplant. Das bedeutet, dass die Verbandsgemeinde-Umlage für alle Gemeinden wieder ansteigt und das bei leeren Kassen der Gemeinde. Da darf anschließend auch kein Mitglied des Verbandsgemeinderates, der so etwas mit beschließt, mehr darüber jammern, dass seine eigene Gemeinde noch weniger Geld zur Verfügung hat.

Auch Beetzendorf dürfte sich auf ein neues Gebäude nicht freuen, da für andere Investitionen für die nächsten Jahre kein Geld zur Verfügung stehen dürfte. Die Tilgung der Kreditaufnahme durch die Mieteinnahmen über 25 Jahre hilft da nur langfristig.

Es gibt, auch gemessen an der vorausgesagten demografischen Entwicklung und eines geplanten Personalabbaus in der Verwaltung andere Möglichkeiten, den vorübergehenden Bedarf an Büroraum zu decken. In der Gemeinde Diesdorf stehen zum Beispiel Büroräume, die von der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Diesdorf-Dähre genutzt wurden, leer, und auch in anderen Gemeinden der heutigen Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf dürfte das nicht anders sein.

Bei der Datenvernetzung, die zur Verfügung steht, ist es unnötig, Verwaltungen mit Millionenaufwand an einer Stelle zu konzentrieren, oder wofür haben die Gemeinden in den Ausbau des Internets und ihre Computersysteme erheblich investiert?

Gleichzeitig wird angesichts leerer Kassen und der vorausgesagten demografischen Entwicklung über die Schließung von Bädern und die Reduzierung und damit Schließung von Kindertagesstätten, die unsere Gemeinden erst lebenswert machen, nachgedacht. Das ist nicht der richtige Weg, um unsere Gemeinden und die Verbandsgemeinde zukunftsfähig zu machen.

Bürgernähe und lebenswerte Gemeinde erreicht man so nicht! Nur langfristig (25 Jahre) höhere Verwaltungskosten, die angeblich ja keiner will.

Detleff Bill,

Matthias Nieschlag,

Diesdorf