Die Freiwillige Feuerwehr Salzwedel zog am Freitagabend Bilanz über Einsätze und Aktivitäten des Jahres 2010 - zum ersten Mal im neuen Gerätehaus. Oberbürgermeisterin Sabine Danicke sicherte den Kameraden den Bau des Übungsturmes in diesem Jahr zu.

Salzwedel. Trotz aller Glückwünsche und allem Stolz über die neue Feuerwache - so ganz ungetrübt ist die Freude der Salzwedeler Feuerwehrleute über ihr Domizil an der Brückenstraße inzwischen nicht mehr. Die Salzwedeler CDU hatte die Kosten für den Kauf von 100 Stühlen kritisiert (die Volksstimme berichtete). Ortswehrleiter Wolfgang Nieswandt betonte in seiner Bilanz daher auch ausdrücklich dem Umfang des ehrenamtlichen Engagementes der Kameraden. Er verwies auf die Einsatzzeiten (siehe Infokasten), erinnerte vor allem an die 42 Kameraden, die zu Weihnachten insgesamt über 87 Stunden den Betrieb dreier Bahnübergänge absicherten. Mehr als 5 000 Stunden seien für die Hilfe am Nächsten in der Freizeit aufgebracht, durch Eigeninitiative mehrere tausend Euro eingespart worden. Mehrstündige Ausbildungen rechtfertigen durchaus bequeme Stühle, meinte Nieswandt. "Es melden sich Leute zu Wort, welche vom Dienstbetrieb oder überhaupt von der Feuerwehr keinerlei Kenntnisse haben", so der Ortswehrleiter verärgert.

Insgesamt weise die kreisweite Einsatzstatistik für 2010 966 Einsätze aus, so Stadtwehrleiter Mario Müller. Davon entfielen auf die Salzwedeler Ortswehr allein 19 Prozent. Bezogen auf die Einsätze aller Wehren im Stadtgebiet (330) seien es mehr als die Hälfte. Der Salzwedeler Ortswehr gehören 54 aktive Mitglieder an, 15 weitere im Nachwuchsbereich. 16 Frauen und Männer halten der Wehr in der Alters- und Ehrenabteilung die Treue. Aufgrund auswärtiger beruflicher Tätigkeit und Schichtarbeit würden letztlich etwa 25 Kameraden die durchschnittliche Tagesverfügbarkeit absichern. Mehr über die Jahreshauptversammlung in einer unserer nächsten Ausgaben.