Seeben/Bergen. Ein furchtbarer Unfall hat sich gestern Nachmittag um 15.20 Uhr auf der viel befahrenen Bundesstraße 71 zwischen Seeben und Bergen/Dumme ereignet. Dabei wurden die beiden Insassen eines Fiat Panda – der 64-jährige Fahrer und dessen 54-jährige Beifahrerin aus Salzwedel – getötet. Der mutmaßliche Verursacher der Tragödie, ein 34-jähriger Angestellter eines Stromversorgungsunternehmens, der mit seinem VW Golf, in Richtung Salzwedel fahrend, frontal in den Kleinwagen gefahren war, überlebte. Der Mann wurde mit schweren Verletzungen ins Klinikum nach Uelzen geflogen.

Ein Bild des Grauens bot sich den Rettungskräften aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gestern Nachmittag an der westaltmärkischen Kreisgrenze. In der lang gezogenen Kurve im Bereich der einstigen Grenz-übergangsstelle waren ein VW Golf und ein Fiat Panda ineinander gerast. Zeugen berichteten, dass der Fahrer des aus Richtung Bergen/Dumme kommenden Volkswagens mehrere Pkw überholte. Das letzte Manöver hatte für den 34-Jährigen aus Nienburg/Weser im weißen und im Kreis Helmstedt zugelassenen Dienstwagen fatale Folgen. Vor der lang gezogenen Linkskurve soll der Golffahrer zunächst an einem Pkw vorbeigezogen sein, später an einem davor fahrenden Lkw. Laut Polizei habe der Mann den Überholvorgang nicht mehr abschließen können und sei frontal mit dem blauen Fiat Panda mit Salzwedeler Kennzeichen zusammengestoßen. Der Golf kam auf der linken Fahrspur zum Stehen. Der völlig demolierte Kleinwagen – der Motor hatte sich in die Fahrgastzelle gebohrt – wurde von der Straße auf den Parkplatz geschleudert. Trümmerteile beider Fahrzeugwracks lagen im Umkreis von 20 Metern verstreut.

Aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt rückten Helfer an. Die Brandbekämpfer aus Bergen/Dumme und Salzwedel waren mit jeweils drei Fahrzeugen und 14 Kameraden vor Ort. In den Händen der Hansestädter lag es schließlich, die in dem Fiat eingeklemmten Unfallopfer zu bergen. Dazu musste das Wrack mit dem Rettungssatz aufgeschnitten werden. Vor Ort waren weiterhin zwei Notarzt- und drei Rettungswagen sowie die Besatzung des in Perleberg stationierten Rettungshubschraubers Christoph 39. Letztere brachten den Golffahrer in eine Spezialklinik.

Die B 71 musste für die Bergung und Unfalluntersuchung, zu der ein Spezialist herangezogen wurde, stundenlang voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet.