Kein Stau, kein Streik, keine gestressten Pariser: Seit kurzem ist es möglich, das Künstlerviertel Montmartre online zu besuchen. Und zwar über die Webgalerie Paris, die Werke internationaler Künstler aus der französischen Hauptstadt in der Welt verteilt. Die Gründerin der Internet-Plattform stammt aus Salzwedel. Die 28-jährige Christin Hoffmann lebt seit zweieinhalb Jahren an der Seine.

Paris/Salzwedel. "Die Idee zur Webgalerie entsprang im Frühjahr 2010, als ich mit ein paar Freunden durch Paris schlenderte. Als ich die Freude in ihren Augen bemerkte, als sie den Montmarte und die Künstler sahen, kam mir die Idee für einen ,Online-Montmarte‘. Der Rest entwickelte sich nach und nach dazu", berichtet die Jungunternehmerin.

Geboren und aufgewachsen ist Christin Hoffmann in Salz-wedel. Nach dem Besuch der Jenny-Marx-Schule absolvierte die Blondine in Hamburg eine Ausbildung zur Floristin, holte dort an einem Wirtschaftsgymnasium ihr Abitur nach und studierte in der Hansestadt Businesskommunikation. Nach Paris verschlagen hat sie – natürlich – die Liebe. Dort lernte sie ihren Freund, einen Franzosen, kennen. Vor zweieinhalb Jahren verlegte Christin Hoffmann ihren Lebensmittelpunkt von der Elbe an die Seine.

Dort hat sie selbst Kontakte zu den Malern aus aller Welt geknüpft, die ihre Bilder in der Webgalerie anbieten. "Bei uns finden Menschen, die etwas Besonderes für ihre Wohnung oder zum Verschenken suchen, eine schöne Auswahl von Kunststücken zu moderaten Preisen. Man kann sich sicher sein, dass man ein handgefertiges Einzelstück kauft", erklärt Christin Hoffmann.

Ihre Webgalerie ist in drei Rubriken gegliedert. Unter "Portraits und Karikaturen vom Montmarte" haben Kunden die Möglichkeit, ein Foto ihrer Wahl an die Webgalerie zu verschicken, welches dann als Karikatur- oder Portraitvorlage genutzt wird. "Ich habe erst einmal mit Fotos von Freunden getestet, was die Künstler alles so können. Diejenigen, die mich mit ihrer Arbeit überzeugt haben, arbeiten jetzt für die Webgalerie Paris", so die Gründerin. Die Rubrik "Webgalerie" zeigt Kunstwerke verschiedenster Maler. "Sie kommen aus der ganze Welt. Wir arbeiten mit einem Italiener, einer Chinesin, einer Argentinierin und und und zusammen", erläutert die 28-Jährige. In der dritten Rubrik, der "Webvernissage", werden – mehrmals im Jahr wechselnd – Künstler und deren Bilder näher vorgestellt. Derzeit ist es die Argentinierin Natacha Carrillo, die unter dem Motto "Tango in Paris" in ihren Aquarellen französische Eleganz mit latinischer Leidenschaft vereint.

In ihre altmärkische Heimat kehrt Christin Hoffmann noch ab und zu zurück – um ihrer Oma Adelheid Sach einen Besuch abzustatten.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter:

www.webgalerie-paris.com