#NULL#Der Salzwedeler Wasserverband VKWA hat im vergangenen Jahr 5000 Kubikmeter Trinkwasser mehr als geplant verkauft. Diese und andere Zahlen nannte Geschäftsführer Jens Schütte während der Verbandsversammlung am Donnerstagabend im Dienstgebäude am Schäferstegel.

Salzwedel. Der Trinkwasser-Verkauf ist stabil. Probleme bereitet hingegen der Bevölkerungsrückgang im Gebiet des VKWA. "Das ist die Realität. Da müssen wir uns anpassen", berichtete Jens Schütte am Donnerstagabend während der Verbandsversammlung. Gegenüber den Verbandsvertretern der vier Mitgliedsgemeinden (Hansestadt Salzwedel, Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf und Einheitsgemeinden Kalbe und Arendsee) zog der VKWA-Geschäftsführer Bilanz.

So habe der Wasserverband im Jahr 2010 insgesamt 1 465 000 Kubikmeter Trinkwasser ver-kauft. Das seien 5000 Kubikmeter mehr als geplant. Gerechnet auf 39 415 Einwohner im Verbandsgebiet, mache das einen Pro-Kopf-Verbrauch pro Einwohner und Jahr von 37,17 Kubikmetern. Das heißt, dass private und gewerbliche Kunden täglich durchschnittlich etwa 101 Liter Trinkwasser verbraucht haben, so Jens Schütte.

Die Einwohnerzahl sei im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, so der VKWA-Chef weiter. Er bezifferte das Minus auf 0,64 Prozent. Seit drei Jahren nahezu unverändert seien die Forderungen an Kunden. Sie stehen mit etwa einer halben Million Euro beim Verband in der Kreide.

Nach der Spitze 2006 infolge der Darlehensaufnahme für das neue Wasserwerk in Siedenlangenbeck sei der VKWA in Sachen Liquidität nunmehr mit 4,5 Millionen Euro auf dem Stand des Jahres 2003 angekommen. Durchaus sehen lassen kann sich der Schuldenabbau. Die Darlehen sind von 70 Millionen Euro im Jahr 2000 auf 53,4 Millionen Euro gesunken. "Wir bauen jedes Jahr zwei Millionen Euro Schulden ab", sagte der Geschäftsführer. Kämen keine neuen Verpflichtungen hinzu, wäre der Verband also rein rechnerisch in 25 Jahren schuldenfrei. 2011 wird trotzdem kräftig investiert (siehe nebenstehender Infokasten).

Stichwort Niederschläge und Klimawandel: Hier scheint sich die westliche Altmark gegen die Prognosen zu stemmen. Der Deutsche Wetterdienst habe in Salzwedel im vergangenen Jahr 740 Liter Niederschlag pro Quadratmeter (Durchschnitt: 579 Liter) gemessen, berichtete Jens Schütte. Blickt man 35 Jahre zurück, war 2003 mit 401 Litern ein besonders trockenes und 2007 mit 867 Litern pro Quadratmeter ein besonders feuchtes Jahr. Das habe Einfluss auf die Berechnung der Niederschlagswassergebühr.