Der Angelsportverein Salzwedel zählt derzeit 391 Mitglieder. Laut Arbeitsnachweisen haben sie im Vorjahr 1171,5 Stunden mit der Pflege der Gewässer verbracht. Trotz der vielen geleisteten Stunden gibt es Grund zur Besorgnis, sagte Vorsitzender Norbert Tschenisch während der Jahreshauptversammlung.

Salzwedel. Ein erfolgreiches und arbeitsreiches Angeljahr liege hinter den Petrijüngern. Vorsitzender Norbert Tschenisch erinnerte während der Versammlung (wir berichteten) am Sonntag im "Odeon" in seinem Rückblick unter anderem an Hegeangeln, das sogenannte Entenrennen sowie zahlreiche Vorstandstreffen.

Doch er übte auch Kritik: "Einige Gewässer sind nicht gut gepflegt." Als Beispiele nannte er den Seibtschen Teich, die Brietzer Teiche und die Teiche in den Beekewiesen. Zur Gewässerpflege gehöre auch das Freihalten der Angelstellen. Doch dazu reichen ein, zwei Arbeitseinsätze nicht aus. Wächst eine Angelstelle zu, könne es sein, dass der Verein diese nur unter bestimmten Auflagen vom Umweltamt wiederbekommt, erklärte Tschenisch. Für die Brietzer Teiche und für den Seibtschen Teich seien wieder zentrale Arbeitseinsätze angesetzt worden, an denen aber kein Mitglied aus den betreuenden Gruppen teilgenommen habe.

"Leider mussten wir im vergangenen Winter im Pfefferteich und in den Blaukuhlen durch die Witterung größere Fischverluste hinnehmen", sagte der Vorsitzende und wies darauf hin, "dass es kein Fischsterben war, sondern ein normaler Verlust im Winter bei einer wochenlang geschlossenen Eisdecke".

Er lobte das schnelle Handeln der Mitglieder der Fleetmarker Ortsgruppe um Jörg Beck. Als sie die Situation erkannten, haben sie Löcher in die Eisdecke gestemmt und sich die Genehmigung vom Umweltamt geholt, Wasser anzustauen, erklärte Jörg Beck auf Volksstimme-Nachfrage. So sei für die Fische die Sauerstoff-Zufuhr gesichert worden.

Die Anwesenden stimmten am Sonntag mehrheitlich dafür, dass nun jedes Mitglied einer Gruppe angehören muss. Bislang gibt es auch sogenannte 00-Mitglieder. Sie sind zwar Mitglied im Verein, gehören aber zu keiner Gruppe. Dies soll sich nun ändern. Die bisherigen 00-Mitglieder könnten ja die Jeetze oder Dumme bewirtschaften, so eine Anregung von den Mitgliedern. Denn diese beiden Namen würden bei den Arbeitseinsätzen nie auftauchen. "Die Jeetze ist nicht unser Pachtgewässer, sie gehört zum Angelsportverein Klötze", erklärte Tschenisch. Die Anmerkung zur Dumme sei hingegen berechtigt.

Im vergangenen Jahr sind die Petrijünger mit ihrem Projekt - die Meerforelle wieder anzusiedeln - ein großes Stück vorangekommen. Die Arbeitsgruppe "Jeetzelachs" gründete sich. Das Institut für Binnenfischerei hat nun die Federführung. Für 2011 ist unter anderem der Besatz mit Meer- forellen-Brütlingen geplant.

Apropros Besatz: Im vergangenen Jahr sei Fischbesatz im Wert von rund 6300 Euro eingebracht worden. Eingesetzt wurden, so Norbert Tschenisch, 375 Kilogramm Karpfen, 260 Kilogramm Schleie, 84 Kilogramm Satzaal, 250 Stück Zander (Z2), 132 Kilogramm Forellen, 230 Stück Hechte (H2) und 200 Kilogramm Weißfisch.