Salzwedel (kw). Überschrittene Lenkzeiten, überfällige Hauptuntersuchungen, Reifenschäden: Die Liste der Mängel, die die Polizeibeamten während ihrer gestrigen Lkw-Kontrolle an der B 71 kurz vor der Grenze zu Niedersachsen, feststellten, war lang. Die siebenstündige Kontrolle war eine Lehrgangsmaßnahme der niedersächsischen Polizei in Kooperation mit der Polizei Salzwedel. An mehreren Kontrollpunkten waren insgesamt 41 Polizeibeamte tätig. Sie lernten, wie eine Grundkontrolle abläuft.

Auch Franziska Hanl und Sascha Porst gehörten zu den Polizeibeamten, die an der Fortbildung teilnahmen. An einem großen gelben Lkw übten sie Erlerntes. Der Fahrer des Brummis nahm es gelassen, so wie die meisten an diesem Tag: "Ich fahre 30 Jahre Lkw. An Kontrollen gewöhnt man sich", sagte er. Während Franziska Hanl unter dem gelben Riesen liegend, die Technik checkte, saß Sascha Porst im Fahrerhaus und kontrollierte den Fahrtenschreiber. "Sieht erstmal ganz gut aus", waren sie sich einig. "Insgesamt", so Lothar Heiser von der Salzwedeler Polizei, "findet man aber bei den meisten Lkws Mängel."

Ein Brummi-Fahrer, der am Morgen kontrolliert wurde, musste vor einer Weiterfahrt sogar noch zur Hauptuntersuchung. "Sein Fahrzeug braucht einen neue Achse, vorher geht es für ihn nicht weiter", so Oliver Kues von der Polizeiinspektion Harburg.

Die Strafen für Mängel haben es in sich: Bei überzogenen Lenkzeiten zum Beispiel steht ein saftiges Bußgeld an. Mit 30 Euro je halber Stunde überzogener Lenkzeit muss gerechnet werden.