In Fleetmark soll das Bahnhofsgelände eine Schnittstelle im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) werden. Die vorbereiteten Arbeiten dafür haben begonnen. Das Bahnhofsgebäude steht nicht mehr. Die Umgestaltung soll laut Planung 243 700 Euro kosten.

Fleetmark. Genau 141 Jahre nach seiner Eröffnung kommt für das Fleetmarker Bahnhofsgebäude das Aus. Von dem einstigen Backsteinbau, der so manche Postkarte zierte, ist nur noch ein riesiger Berg Steine, Holz und anderes Material übrig. Am 15. März 1870 wurde der Bahnhof in Callehne eingeweiht, ab 1902 hieß er Kallehne und ab 1939 dann Fleetmark. Nun sind die Abrissarbeiten in vollem Gang. Voraussetzung war eine denkmalrechtliche Genehmigung des Landesverwaltungsamtes.

Künftig soll der Haltepunkt Fleetmark für die Menschen zweier Grundzentren - Arendsee und Kalbe - eine gut erreichbare Bahnanbindung darstellen. "Es gibt ja bereits eine Busverbindung nach Kalbe", sagte Ortsbürgermeister Klaus Ahlfeld. Diese und weitere Buslinien sollen perspektivisch mit den Haltezeiten der Regionalzüge vertaktet werden, so dass die Reisenden gute Anschlussmöglichkeiten erhalten. Denn weder Kalbe noch Arendsee haben einen Bahnanschluss. Diese Vertaktung von Bus und Bahn soll die geringere Haltestellendichte im ÖPNV ausgleichen, erklärte der Ortsbürgermeister.

Aus diesem Grund wird das Bahnhofsareal in Fleetmark "revitalisiert", wie Ahlfeld beschrieb. Das bedeutet, es entstehen Wende- und Halteflächen für Busse, ein Ausstiegs- und Unterstellbereich für die Reisenden, 15 Parkplätze und ein überdachter Fahrradabstellplatz. Umzäunung, Beleuchtung und Begrünung gehören ebenfalls dazu.

Gefördert wird die Umgestaltung aus dem Schnittstellenprogramm der Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt (NASA). Mit 193 056 Euro fließt der größte Teil der Gesamtkosten in Höhe von 243 700 Euro aus dieser Quelle. Hinzu kommen 15 400 Euro vom Kreis, und die Kommune übernimmt einen Eigenanteil von 35 244 Euro.