Die Mitglieder des Ökumenischen Jugendchores Salzwedel und Instrumentalisten haben die Konzertreise nach Rom auch zu intensiven Proben genutzt. Sie studierten das Oratorium Emmaus von Thomas Gabriel ein. Am Sonnabend führten sie das gut eineinhalbstündige Werk in der Salzwedeler Lorenzkirche auf.

Salzwedel. Der katholische Pfarrer Andreas Müller freute sich über das gut besuchte Gotteshaus. "Ich begrüße Sie an dem vorösterlichen Abend, an dem wir eine österliche Geschichte vermitteln wollen", sagte er und gab zum Auftakt einen kurzen Abriss über die gemeinsamen Erlebnisse in Rom. Nicht nur über die Proben und die Aufführung des Oratoriums, sondern auch über die Audienz bei Papst Benedikt, die sehr berührt habe, und das Kennenlernen der Geschichte der besonderen Stadt.

Dann gab Kirchenmusikdirektor Matthias Böhlert, der die Gesamtleitung inne hatte, das Startzeichen für die "Emmaus"-Aufführung in der Lorenzkirche. Eugen Eckert (Text) und Thomas Gabriel (Musik) haben eine biblische Geschichte als inhaltlichen Ausgangspunkt genommen, die ausschließlich vom Evangelisten Lukas erzählt wird. Zwei Freunde Jesu machen sich, erschüttert von den Ereignissen in Jerusalem, auf den Weg nach Emmaus, einem zwei Stunden entfernt liegenden Dorf. Sie durchleben im Gespräch noch einmal die Geschichte, bis hin zur Kreuzigung Jesu. Kurz vor dem Ziel kommt ein Fremder dazu, mischt sich ins Gespräch ein. Die Freunde erkennen beim Brotbrechen, dass es sich um den Auferstandenen handelt.

Das Oratorium faszinierte durch die unterschiedlichsten musikalischen Stilmittel, die die Geschichte erlebbar machen. Mal war es rockig, mal ruhig, mal romantisch. Aber auch den Sologesängen kam eine wichtige Rolle zu. Leise scherten die Sänger aus dem Chor aus, begaben sich auf eine extra für sie aufgebaute Plattform, um ihren Teil zu singen. Diese waren jedoch nicht immer gut zu verstehen, so dass es hilfreich war, im Textbuch mitlesen zu können.

Den Zuhörern gefiel das Konzert. Sie spendeten viel Applaus für alle Mitwirkenden. Sängerin Esther Gurwell wünschte den Gästen, dass sie die österliche Vorfreude mit nach Hause nehmen mögen. Mit kleinen Aufmerksamkeiten dankte sie besonders Matthias Böhlert und Andreas Müller.

 

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