Salzwedel. Die Mitglieder des Salzwedeler Tierschutzvereins wollen sich mit einer Petition gegen die geplante Hähnchenmastanlage ein Dambeck aussprechen. Die Petition soll während der Sondersitzung des Stadtrates am 6. April übergeben werden. Darauf einigten sich die Mitglieder des Vereins während ihrer Jahreshauptversammlung am Sonnabend. Vorstandsmitglied Monika Bier gab vorab noch einmal einen Überblick über den aktuellen Stand der Dinge - indem sie den Volksstimme-Artikel "Erster großer Stolperstein für Dambecker Hähnchenmast" aus der Ausgabe vom 24. März vorlas. Aber auch mit der Bürgerinitiave "Keine Schweinemastanlage in Binde" wollen die Mitglieder des Tierschutzvereins weiter in Kontakt bleiben, kündigte Vorsitzende Bärbel Domke an.

Sie wurde während der Wahl in ihrem Amt als Vorstandsvorsitzende bestätigt. Für die weiteren Vorstandsämter gab es jeweils zwei Kandidaten. In der Abstimmung setzten sich Rolf Blanke (2. Vorsitzender), Ingrid Ringleb (3. Vorsitzende), Erika Lahmann (Schatzmeisterin) und Monika Bier (Schriftführerin) durch.

Zuvor hatte Bärbel Domke einen Überblick über die Aktivitäten des vergangenen Jahres gegeben. Die Kapazitäten des Tierheims bieten 25 Hunden und 60 Katzen Platz. Im Verlaufe des Jahres 2010 kamen 128 Hunde ins Tierheim, darunter 28 abgegebene Tiere, 62 Fundhunde, 9 Pensionäre und 3 vom Amt eingewiesene Tiere. Des Weiteren betreuten die Mitarbeiter 278 Katzen, davon 114 Fundtiere, 12 abgegebene Stubentiger und 7, die vorübergehend in Pension genommen wurden. Als inzwischen ältester Hund lebt "Paul" (12) seit mindestens zehn Jahren im Tierheim. Das Alter der ältesten Katze, die wohl ebenso lange im Tierheim ist, schätzt Bärbel Domke auf 14 Jahre. Sie appellierte an die Vereinsmitglieder, für die Langzeitbewohner Tierpatenschaften zu übernehmen. Des Weiteren werde im Tierheim für den Wochenenddienst dringend Hilfe benötigt. Überhaupt müsse die Arbeit, auch im Verein, auf mehrere Schultern verteilt werden. Während der Zusammenkünfte wurden unter anderem Themen wie die Hundehaltungsverordnung diskutiert. Eine Liste mit sogenannten gefährlichen Hunderassen habe Folgen für Tierheime, machte die Vorsitzende aufmerksam. Doch inzwischen konnten zwei Hunde gut vermittelt werden. Bärbel Domke dankte allen, die die Arbeit des Vereins und im Tierheim mit Geld- oder Futterspenden unterstützen.